Lufthansa Group streicht über 80 Prozent der US-Flüge

Sonderflugplan für verbliebene Ziele.

Airbus A350-900 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Auf die Fluggesellschaften der Lufthansa Group kommen nun äußerst harte Zeiten zu, denn die Group-Airlines streichen nach AviationNetOnline-Berechnungen 1337 ihrer insgesamt 1657 US-Flüge zwischen dem 14. März und 12. April. Damit fallen 80,7 Prozent der Kapazitäten dem Streichkonzert ausgelöst vom Trump-Ban zum Opfer.

Allein der deutsche Konzernarm stellt über 80 Prozent seines US-Verkehrs ein. So fallen bei Lufthansa 18 von 20 US-Zielen weg - lediglich Chicago (ORD) und New York Newark (EWR) werden ab Frankfurt weiter bedient. Beide Destinationen werden 146 Mal bzw. 60 Mal angeflogen. Da der Kranich gleichzeitig einen "Sonderflugplan" ankündigt, kann davon ausgegangen werden, dass auch von den verbliebenen 206 Verbindungen noch etliche wegfallen werden.

Folgende US-Verbindungen der Lufthansa entfallen auf jeden Fall:

  • New York JFK: 116 Flüge
  • Los Angeles: 81 Flüge
  • Dallas: 69 Flüge
  • Atlanta: 61 Flüge
  • Boston: 60 Flüge
  • Denver: 60 Flüge
  • San Francisco: 60 Flüge
  • Houston: 56 Flüge
  • Washington: 56 Flüge
  • Miami: 45 Flüge
  • Seattle: 38 Flüge
  • Charlotte: 30 Flüge
  • Detroit: 30 Flüge
  • Orlando: 30 Flüge
  • Philadelphia: 30 Flüge
  • Tampa: 26 Flüge
  • Austin: 22 Flüge
  • San Diego: 21 Flüge

Die Konzerntochter Swiss wird von Zürich ebenfalls nur noch Chicago und New York Newark anfliegen. Alle anderen sieben US-Ziele entfallen. Damit streicht Swiss 249 von 309 Flügen, also 80,6 Prozent der Verbindungen in die Vereinigten Staaten.

Austrian wird ab Wien lediglich noch Chicago bedienen. Fünf weitere Ziele entfallen. Damit streicht die Airline 98 von 128 US-Flügen, also 76,6 Prozent.

Die sechs USA-Ziele von Eurowings im Zeitraum (Düsseldorf-Newark 26 Flüge, Düsseldorf-Miami 15, Düsseldorf-Florida 13, Frankfurt-Las Vegas 13, München-Las Vegas 1 und München-Orlando 1) entfallen komplett - also 69 Flüge.

Tochter Brussels wird ab Brüssel die Flüge nach Washington aufrecht erhalten - immerhin 24 von 54 US-Verbindungen im betreffenden Zeitraum. Es entfallen somit lediglich 30 Flüge nach New York JFK bzw. 55,6 Prozent.

Bei Lufthansa selbst heißt es übrigens: "Trotz des von den US-amerikanischen Behörden verhängten Einreisestopps für Fluggäste aus der Europäischen Union, der Schweiz sowie weiteren Staaten werden die Lufthansa Group Airlines weiterhin Flüge aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien in die USA anbieten." Nun gut, so kann man das 80-Prozent-Streichkonzert auch nennen.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...
    Autor: Carlo Sporkmann
    Redakteur
    Carlo Sporkmann ist seit April 2019 als Autor für AviationNetOnline tätig. Der studierte Journalist berichtet für AviationNetOnline über den deutschen Luftverkehrsmarkt.

      Special Visitors

      Volga-Dnepr Airlines / RA-82042
      ROSSIYA / EI-UNP
      Antonov Airlines / UR-82007
      National Airlines / N952CA
      Atlantic Airways / OY-RCK
      Danish Air Transport / OY-RUE
      LGW - Luftfahrtgesellschaft Walter / D-ABQA

      Unsere Autoren

      Martin Metzenbauer

      Jan Gruber

      Michael Csoklich

      Carlo Sporkmann

      Granit Pireci

      Michael David