Lufthansa Group reduziert Angebot massiv

Aufgrund der Coronavirus-Krise kann die Kapazität auf Kurz- und Mittelstreckenflügen in den nächsten Wochen um bis zu einem Viertel gesenkt werden. Kurzarbeit ist in Prüfung.

Foto: Martin Metzenbauer

Die Lufthansa Group fügt sich nun in die Reihe der Airlines ein, die aufgrund der Coronavirus-Krise auch ihr Europa-Angebot reduzieren. Zuletzt hat dies beispielsweise Wizzair angekündigt. Am Freitag wurden für den Lufthansa Konzern Maßnahmen beschlossen, um den wirtschaftlichen Schaden für die Konzernfluglinien zu minimieren.

Demnach kann das Angebot von Kurz- und Mittelstreckenflügen abhängig von der weiteren Entwicklung bei der Verbreitung des Coronavirus in den kommenden Wochen um bis zu ein Viertel reduziert werden. Auch bei den Langstreckenverbindungen verringern die Airlines der Lufthansa Group ihr Programm weiter. Die Zahl der rechnerisch nicht eingesetzten Langstreckenjets wird dabei von 13 auf bis zu 23 Flugzeuge ansteigen. Insgesamt betreibt der Konzern rund 200 Widebodies - mehr als 10 Prozent werden damit vorübergehend stillgelegt.

Viele Informationen darüber, welche Verbindungen nun reduziert oder eingestellt werden, gab es am Freitagabend noch nicht. Swiss hat allerdings schon bekannt gegeben, bis voraussichtlich Ende März 2020 die Frequenzen von und nach Florenz, Mailand, Rom und Venedig zu reduzieren.

Abgesehen von der Verkleinerung des Flugangebotes prüft der Konzern auch die Möglichkeit von Kurzarbeit in verschiedenen Bereichen. Bereits vor zwei Tagen hat Austrian Airlines angekündigt, 150 bis 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den unbezahlten Urlaub schicken zu wollen.

In welcher Dimension sich die aktuellen Entwicklungen auf das Ergebnis niederschlagen werden, ist derzeit noch nicht abschätzbar. Der Konzern wird aber im Rahmen der Jahrespressekonferenz am 19. März 2020 Finanzkennzahlen und wohl auch eine Einschätzung zu den wirtschaftlichen Folgen der Verbreitung des Coronavirus in Europa für die Lufthansa Group veröffentlichen.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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