Lufthansa Group mit weniger Gewinn

Sorgenkinder sind AUA, Brussels Airlines und Lufthansa Cargo.

Die Airlines der Lufthansa Group (Foto: Lufthansa).

Die Lufthansa Group musste in den ersten drei Quartalen des heurigen Jahres Federn lassen - wobei die Finanzergebnisse der einzelnen Airlines höchst unterschiedlich ausgefallen sind. Konzernweit sind die Umsätze auf drei Prozent auf 27,7 Milliarden Euro gestiegen, das Adjusted EBIT hingegen gleich um 30 Prozent auf 1,72 Milliarden Euro gesunken. Unter dem Strich blieb von Jänner bis September 2019 ein Konzernergebnis von 1,038 Milliarden Euro stehen - ein Minus von gleich 43 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Als Ursachen für das laue Ergebnis sieht man das schwierige Marktumfeld, die wirtschaftliche Abkühlung sowie die gestiegenen Treibstoffkosten.

Swiss abermals Klassenprimus
Bei den Netzwerkairlines konnte Lufthansa Passage den Umsatz um drei Prozent auf 12,3 Milliarden Euro steigern, das Adjusted EBIT sank um 24 Prozent auf 1,11 Milliarden Euro. Konzernschwester Swiss (einschließlich Edelweiss) konnte sich mit 3,90 Milliarden Euro über einen um sechs Prozent höheren Umsatz als im Vergleichszeitraum freuen - das Adjusted EBIT ging "nur" um neun Prozent auf 458 Millionen Euro zurück. Schlusslicht bei den Netzwerkfluglinien war Austrian Airlines mit einem um zwei Prozent auf 1,63 Milliarden Euro gesunkenen Umsatz sowie einem um 88 Prozent eingebrochenen Adjusted EBIT - AviationNetOnline berichtete.

Eurowings mit Gewinnzuwachs im dritten Quartal
Eurowings (derzeit noch einschließlich Brussels Airlines - wird künftig zu den Netzwerkairlines gezählt) konnte die ersten neun Monate umsatzmäßig mit 3,24 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau abschließen, das Adjusted EBIT ging leicht um sechs Prozent auf minus 104 Millionen Euro zurück. Im Sommerquartal hat Eurowings allerdings - bei ebenfalls gleichbleibenden Umsätzen - ihr Adjusted EBIT um 39 Prozent auf 169 Millionen Euro angehoben. Bis 2021 möchte man Eurowings in der Gewinnzone sehen.

Wenig erfreulich hat sich hingegen der Logistik-Bereich mit Lufthansa Cargo entwickelt: Hier ist der Umsatz um sechs Prozent auf 1,84 Milliarden Euro gesunken. Das Adjusted EBIT hat sich von 162 Millionen Euro mit minus 33 Millionen Euro in den negativen Bereich gedreht.

Spohr: "Entschieden gegensteuern"
Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG: "Unsere Airlines haben im dritten Quartal Premiumqualität und Marktstärke in solide Ergebnisse umsetzen können. Bei Eurowings zeigten die Turnaround Maßnahmen Wirkung, bei Austrian und Brussels Airlines sowie bei Lufthansa Cargo werden wir entschieden gegensteuern, um die Ergebnisse zu verbessern. Als Europas führende Airline Group sind wir strategisch auf gutem Kurs."

So sollen beispielsweise bei Austrian Airlines bis Ende 2021 durch Produktivitätssteigerungen und Senkungen der Personalkosten jährliche Kosteneinsparungen von zusätzlich 90 Millionen Euro erreicht werden. Brussels Airlines soll digitalisiert und verschlankt, Lufthansa Cargo deutlich verkleinert werden.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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