Lufthansa-Fehler sorgt für Empörung in der Ukraine

Donezk versehentlich Russland zugeordnet.

A320 (Foto: www.airteamimages.com).

Lufthansa leistete sich an Bord eines Airbus A350 einen politisch brisanten Fehler: Der Carrier ordnete im Inflight-Entertainmentsystem die Stadt Donezk der Russischen Föderation zu. Ein ukrainischer Diplomat bemerkte dies und forderte Lufthansa öffentlich zur Richtigstellung auf, berichtet Spiegel Online.

Das Unternehmen entschuldigte sich für den Fehler und erklärte, dass dieser in der zugekauften Software eines amerikanischen Herstellers enthalten wäre. Man habe diesen um ein sofortiges Update gebeten. Die Angelegenheit ist für die Ukraine besonders brisant, da die Stadt Donezk seit 2014 unter der Kontrolle prorussischer Separatisten steht. Diese streben einen Anschluss an Russland an, der von der Ukraine nicht gewünscht ist. Der Fehler bei Lufthansa könnte daher als ungewollte Parteinahme missverstanden werden.

Autor: René Steuer
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René ist seit Oktober 2018 für Aviation Net tätig und bringt frischen Elan in die Redaktion.

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