Livingston wird gegroundet

Aufsichtsbehörde ENAC schreitet im Interesse der Passagiere ein

Foto: Livingston

Die italienische Zivilluftfahrtbehörde ENAC hat am vergangenen Freitag mit Wirkung per 14. Oktober der ab Mailand-Malpensa operierenden italienischen Chartergesellschaft Livingston Energy Flight die Betriebslizenz entzogen.

Die Maßnahme ist die Folge der seit September zunehmend angespannten finanziellen Situation der Fluggesellschaft. Nach einer Besprechung mit dem Management von Livingston sah sich die Behörde nun zum Schutz der Passagiere veranlasst zu handeln.

Livingston Energy Flight war im Jänner 2003 durch den Reiseveranstalter Viaggi del Ventaglio aus der Übernahme der Lauda Air Italy gegründet worden und nahm im Mai 2003 mit zwei Airbus 321 den Betrieb  auf. Anfang 2006 scheiterte die Fusion mit Air Europa. Anfang 2009 wurde die Airline an die Ellemme Group verkauft. 25 Prozent an der Gesellschaft übernahm im Oktober 2009 die Meridie Investimenti.

Im September 2010 musste der Großteil der Flotte, darunter drei Airbus 330-300 und zwei Airbus 321, an die Vermieter retourniert werden. Livingston operierte zuletzt mit einem Airbus 321 und einer von Malev gemieteten Boeing 737-800.

Ob der Betrieb wiederaufgenommen werden kann ist noch nicht klar. Die Airline hat darüber noch keine Aussendung gemacht. Auf der Internetseite von Livingston, deren Link übrigens weiterhin www.lauda.it lautet, wird von einer "vorübergehenden Betriebseinstellung" gesprochen.

Autor: Manfred Saitz
Das ist der Kurztext zu Manfred Saitz.

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