Lieferprobleme: Wizzair kürzt temporär in Kiew und Warschau

Auch Strecken nach Wien und Deutschland betroffen.

A321 (Foto: www.airteamimages.com).

Die ungarische Billigfluggesellschaft Wizzair wird im August die Frequenzen auf zahlreichen Routen ab Warschau und Kiew-IEV deutlich reduzieren. Betroffen sind auch Strecken nach Deutschland und Wien. Grund für diese Maßnahmen ist, dass sich die Auslieferungen von Maschinen der A320-Reihe verzögern, bestätigte eine Sprecherin gegenüber Air Transport World.

Im Zeitraum von 3. bis 20. August 2019 wird Wizzair die Frequenzen auf folgenden Strecken ab Kiew reduzieren: Berlin-Schönefeld, Billund, Bratislava, Bremen, Budapest, Köln/Bonn, Kopenhagen, Dortmund, Hamburg, Hannover, Krakau, Larnaka, München, Riga, Wien und Warschau. Weitere sechs Strecken sind ab der polnischen Hauptstadt betroffen.

Gemäß EU-VO 261/2004 haben betroffene Passagiere das Recht auf eine Ersatzbeförderung, wenn Wizzair die gebuchten Flüge nicht durchführt. Allerdings verweigert dies der Carrier unter Hinweis auf von der Arbeiterkammer kritisierte Klauseln in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, wie AviationNetOnline berichtete. Wizzair behauptete dreist, dass die Vorgehensweise korrekt wäre, denn angeblich hätte die ungarische Zivilluftfahrtbehörde die Klauseln genehmigt. Das Amt weist dies auf Anfrage allerdings scharf zurück und erklärt, dass im gesamten Unionsgebiet die Prüfung von Geschäfts- oder Beförderungsbedingungen nicht in den Aufgabenbereich der nationalen Luftfahrtbehörden fällt, da es hierfür keinerlei Rechtsgrundlagen gibt. Auf eine Konfrontation mit der behördlichen Stellungnahme reagierte die Airline seit 10. Juli nicht.

Autor: René Steuer
Redakteur
René ist seit Oktober 2018 für Aviation Net tätig und bringt frischen Elan in die Redaktion.

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