LH-Chefkontrolleur mit dickem Gehaltsplus nur hinten im Dax

Im Vergleich mit anderen Aufsichtsratsvorsitzender von Dax-Konzernen verdient Karl-Ludwig Kley "wenig".

Airbus A320neo (Foto: Lufthansa).

Zwar hat Karl-Ludwig Kley im ersten vollen Jahr im Amt des Lufthansa-Aufsichtsratschefs gut ein Drittel mehr verdient als sein Vorgänger - doch im Vergleich zu den anderen Dax-Konzernen landet der Kranich-Chefkontrolleur nur auf den hinteren Rängen. So bekommt er laut Geschäftsbericht 280.000 Euro für seine Arbeit im vergangenen Jahr überwiesen. Sein inzwischen verstorbener Vorgänger Wolfgang Mayrhuber kam 2017 auf 209.000 Euro. 

Beide Summen liegen weit von dem entfernt, was üblicherweise bei Dax-Konzernen an ihre Aufsichtsratschefs bezahlt wird. Im Schnitt sind dies laut der Unternehmensberatung HKP 424.000 Euro für 2018. Noch hinter Lufthansa liegen Merck (237.000 Euro), HeidelbergCement (232.000 Euro) und Beiersdorf (228.000 Euro). Ganz oben im Ranking liegt Deutsche-Bank-Chefkontrolleur Paul Achleitner, der für seine Tätigkeit bei dem Institut 2018 858.333 Euro kassiert. 

Allerdings wird Achleitner bei einer anderen Lesart von Lufthanseat Kley überholt. Denn dieser führt neben dem Kranich-Aufsichtsrat auch noch den von Eon und sitzt im Kontrollgremium von BMW. Zusammengerechnet streicht er rund 1,2 Millionen Euro für die drei Mandate ein. Das Aktienrecht lässt pro Person bis zu zehn Aufsichtsratsposten zu, wobei die Vorsitzendenfunktion doppelt gezählt wird

Autor: Carlo Sporkmann
Redakteur
Carlo Sporkmann ist seit April 2019 als Autor für AviationNetOnline tätig. Der studierte Journalist berichtet für AviationNetOnline über den deutschen Luftverkehrsmarkt.

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