LGW fehlten ab Anfang April die Flugzeuge

Lufthansa beendete Leasing Wochen vor der Insolvenz.

(Foto: www.AirTeamImages.com)

Die Insolvenz der Zeitfracht-Tochter LGW kam offenbar nicht ganz so überraschend. Denn Lufthansa – über die die bis zu 20 Dash-Flugzeuge bei Nordic Aviation Capital gemietet waren – zog bereits Anfang April die Maschinen ab, um sie am Flughafen Bratislava zu parken. Dies geht aus Dokumenten hervor, die AviationNetOnline vorliegen. LGW meldete Ende April Insolvenz an

Mit dem Schritt am 8. April wurde der Airline de facto die Geschäftsgrundlage entzogen; ihr AOC erlosch durch Abzug der Flugzeuge. Unter LGW-Mitarbeitern gibt es zudem Gerüchte, Zeitfracht hätte die monatlich 120.000 Euro fälligen Leasinggebühren pro Turboprop nicht bezahlt. Der Berliner Logistiker weist diese Anschuldigungen als unwahr zurück.  

LGW flog mit zwischenzeitlich 20 Turboprop-Maschinen rund ein Drittel des Eurowings-Flugplans. Nach der Pleite der Air Berlin brachte LGW zudem einige Airbus-Mittelstreckenjets in die Luft. Zeitgleich übernahm Lufthansa die Dortmunder Regional-Airline von der insolventen Konkurrentin – samt Slots und Leasingverträgen für die Flugzeuge. Gut ein Jahr später verkaufte der Kranich LGW an Zeitfracht. 

Autor: Carlo Sporkmann
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Carlo Sporkmann ist seit April 2019 als Autor für AviationNetOnline tätig. Der studierte Journalist berichtet für AviationNetOnline über den deutschen Luftverkehrsmarkt.

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