Lelystad: AIS Airlines plant Linienflüge mit Boeing 737

Derzeit betreibt der niederländische Carrier zehn BAe Jetstream 31/32.

BAe Jetstream 32 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Die niederländische Regionalfluggesellschaft AIS Airlines prüft derzeit die Einflottung von Mittelstreckenjets des Typs Boeing 737. Diese könnten ab der formellen Eröffnung des Flughafens Lelystad, der dem Carrier bereits heute als Homebase dient, eingesetzt werden. Das Unternehmen erhob Einspruch gegen eine Anordnung der niederländischen Behörden, die Schiphol-Nutzern bei einem Umzug nach Lelystadt Vorrang bei der Verkehrsverteilung einräumen sollen. Dies erklärte Firmenchef Arend van der Meer gegenüber Aviation News.

Derzeit betriebt AIS Airlines zehn BAe Jetstream 31/32. Diese kommen beispielweise ab Münster/Osnabrück, Groningen und Skandinavien auf eigenen Linienstrecken zum Einsatz. Der Carrier spezialisierte sich in den letzten Jahren auch auf die Erbringung von Charter- und ACMI-Dienstleistungen und bedient insbesondere in Skandinavien zahlreiche PSO-subventionierte Routen. Ab der Homebase Lelystad, wo sich auch die firmeneigene Flugschule befindet, gibt es kein Linienflugangebot.

Dies will AIS Airlines allerdings ändern. Van der Meer erklärt dazu, dass das Ziel des Unternehmens ist, dass man von dort aus mit Boeing 737 Linienflüge anbieten kann. Dies wäre eine „bedeutende Veränderung“ für AIS Airlines. Im Gespräch mit Aviation News verweist er auch darauf, dass man seit mehr als 20 Jahren am Flughafen Lelystad ansässig ist und daher als Homebase-Carrier auf der Linie starten möchte. Weiters erklärt er, dass man die notwendigen Hangars, einen eigenen Wartungsbetrieb und sämtliche notwendigen Zertifikate ohnehin bereits habe. Man benötige nur noch das erforderliche Fluggerät und könne dann starten.

Allerdings will die niederländische Regierung jenen Schiphol-Nutzern, die nach Lelystad umziehen hinsichtlich der Verkehrsverteilung Vorrang einräumen. Damit sollen diese zum freiwilligen Wechsel des Flughafens bewogen werden. Gegen diesen Plan erhob Van der Meer formellen Einspruch, denn er sieht einen Wettbewerbsnachteil für sein Unternehmen.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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