Lauda stellt eigene Linienflüge ab Düsseldorf und Stuttgart ein

Beide Bases sollen, sofern ein Tarifvertrag abgeschlossen wird, als Wetlease-Provider für Ryanair fungieren.

Airbus A320 (Foto: Flughafen Düsseldorf).

Die Fluggesellschaft Lauda wird mit Wirksamkeit zum 1. Juli 2020 den Linienflugbetrieb in Düsseldorf und Stuttgart einstellen. Stattdessen fungiert man künftig an diesen beiden Standorten als Wetlease-Provider für Ryanair. Dies teilten die Geschäftsführer David O’Brien und Andreas Gruber am Freitag den deutschen Lauda-Beschäftigten mit.

Begründet wird dieser Schritt unter anderem damit, dass Deutschland Lufthansa rund neun Milliarden Staatshilfe gewährt. Mit der Gewerkschaft Verdi will man bis zum 21. Juni 2020 einen neuen Tarifvertrag abschließen, der laut Rundschreiben dazu beitragen soll, dass die A320-Bases Düsseldorf und Stuttgart offenbleiben können und „effiziente, wettbewerbsfähige Wetlease-Services“ für Ryanair zur Verfügung stellen können. Auch schreibt man, dass dadurch die Anzahl der Kündigungen minimiert werden könnte. Interessant ist, dass darauf verwiesen wird, dass die Wiener Crews bereits einen neuen Kollektivvertrag haben und die Rettung ihrer Basis „geschafft haben“.

Dennoch wird man aufgrund des reduzierten Flugplans in Düsseldorf und Stuttgart Mitarbeiter abbauen. Diese werden nun aufgefordert ihre persönlichen Umstände bis Montag, 17 Uhr 00, per E-Mail der Personalabteilung in Wien mitzuteilen. Ob die an den beiden deutschen Airports gehaltenen Start- und Landerechte bereits auf Ryanair und/oder Malta Air übertragen wurden, geht aus dem Anschreiben nicht hervor. Auch wird kein Wort darüber verloren, ob die Umwandlung in einen ACMI-Provider für Ryanair nur für Düsseldorf und Stuttgart oder aber auch für Palma de Mallorca und Wien gilt.

Bemerkenswert ist der Umstand, dass Düsseldorf und Stuttgart erst im Vorjahr vollständig auf die Marke Lauda umgestellt wurden. Zuvor war an beiden Flughäfen Ryanair tätig, in einer Übergangsphase wurden beide Marken genutzt und nun deutet das Rundschreiben darauf hin, dass geplant sein könnte als „Ryanair operated by Lauda“ zu fliegen.

Auf Anfrage erklärte Geschäftsführer Andreas Gruber, dass die Umstellungen in Düsseldorf und Stuttgart zu keinen Veränderungen in Wien führen würden. Auch die Basis Palma de Mallorca soll von der Umwandlung in "Wet-Lease-Bases" nicht betroffen sein. Die Veränderungen betreffen nur Deutschland, so der Manager. 

Autor: Jan Gruber

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