Lauda: OE-LOI in Tel Aviv vom Blitz getroffen

Maschine konnte sicher landen, für die Passagiere und Crewmitglieder bestand keine Gefahr.

Airbus A320 OE-LOI auf dem Flughafen Stuttgart (Fotos: Thomas Ramgraber).

Ein Blitzschlag beschädigte am Donnerstagabend in Tel Aviv einen Airbus A320 der österreichischen Fluggesellschaft Lauda. Es handelt sich um die Maschine mit der Registrierung OE-LOI, die als OE 186 auf dem Weg von Wien nach Tel Aviv Ben Gurion war. Aufgrund einer in solchen Fällen immer notwendigen technischen Überprüfung durch qualifizierte Techniker, musste der Rückflug OE187 verspätet werden. Für die Passagiere und Crewmitglieder bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr.

Im Landeanflug auf den größten Flughafen Israels wurde der A320 in einer Höhe von rund 15.000 Fuß vom Blitz getroffen. Für die Passagiere bestand dadurch keine Gefahr, denn Verkehrsflugzeuge sind so gebaut, dass für die Insassen keinerlei unmittelbare Gefahr durch die Energieladung des Blitzes besteht. Allerdings erlitt das Flugzeug eine Beschädigung an der Einschlagstelle in Form einer sichtbaren Lackabsplitterung. Die israelische Sicherheitsbehörde bestätigte gegenüber AviationNetOnline den Blitzschlag im Landeanflug und die Lackabsplitterung. Getroffen wurde der so genannte Radar Dome, also die "Nase" des A320.

Die OE-LOI wird derzeit von einem israelischen MRO-Betrieb ausführlich überprüft und falls erforderlich wieder in Stand gesetzt. Nach Blitzeinschlägen müssen Flugzeuge generell aus Sicherheitsgründen durch qualifizierte Techniker überprüft werden. Dies ist ein Standard-Vorgang, der in solchen Situationen immer gemacht wird.


Die OE-LOI (im Bild) wurde im Anflug auf Tel Aviv vom Blitz getroffen.

Der Rückflug, OE 187, musste aufgrund der notwendigen technischen Überprüfung erheblich verspätet werden. Blitzschläge gelten nach Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshof als höhere Gewalt und damit als außerordentlicher Umstand im Sinne der Fluggastrechteverordnung. Ein solches Ereignis ist für Airlines weder vorhersehbar, noch verhinderbar.

Lauda-Geschäftsführer Andreas Gruber bestätigte gegenüber AviationNetOnline den unglücklichen Blitzeinschlag in die OE-LOI. „Leider wurde unser Flugzeug im Landeanflug auf Tel Aviv von einem Blitz getroffen. In der Luftfahrt kommt das immer wieder mal vor, doch besteht für die Passagiere und Crew überhaupt keine Gefahr. Jedes Verkehrsflugzeug ist so gebaut, dass den Insassen nichts passieren kann. Die OE-LOI konnte sicher in Tel Aviv landen, musste jedoch aus Sicherheitsgründen von Technikern überprüft werden. Leider verspätete sich dadurch der Rückflug, doch Blitzschläge sind unvorhersehbar und die technische Überprüfung ist notwendig. Sicherheit hat für uns oberste Priorität und da macht Lauda keine Kompromisse.“

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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