Lauda nun Home-Base-Carrier in Düsseldorf

Flugzeuge dürfen nun bei Delays später landen.

Lauda hat bereits eine starke Präsenz am Flughafen Düsseldorf (Foto: Flughafen Düsseldorf).

Die österreichische Ryanair-Tochter Lauda setzt verstärkt auf den Flughafen Düsseldorf. Mit sieben stationierten Flugzeugen in diesem Sommer ist sie eine der großten Airlines am Airport der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen - inklusive einer Wartungsbasis. Im aktuellen Flugplan bedient die Airline 19 Ziele mit bis zu 104 wöchentlichen Abflügen - weitere Strecken sind in Zukunft vom Rheinland aus geplant.

Das zuständige Ministerium für Verkehr hat aufgrund dieses starken Engagements den Düsseldorfer Airport als örtlichen Wartungsschwerpunkt der Laudamotion GmbH anerkannt. Wichtig dabei: Die österreichische Fluggesellschaft erhält damit den sogenannten Home-Base-Carrier-Status und Lauda-Maschinen dürfen künftig später landen als andere Carrier. In Düsseldorf gelten nämlich strenge Nachtflugbeschränkungen: So dürfen planmäßige Starts mit Strahlflugzeugen nur zwischen 6:00 und 22:00 Uhr stattfinden. Planmäßige Landungen sind von 6:00 bis 23:00 Uhr möglich. Verspätete Landungen dieser Flugzeuge sind ohne gesonderte Ausnahmegenehmigung bis 23:30 Uhr möglich.

Maschinen von Airlines mit einem Wartungsschwerpunkt in Düsseldorf - künftig also auch Lauda - dürfen verspätet bis 24:00 Uhr und zwischen 5:00 und 6:00 Uhr landen, um pünktlich ihren Tagesflugplan beginnen zu können. Starts und Landungen außerhalb dieser Zeiten dürfen nur mit Sondergenehmigung der Bezirksregierung erfolgen. Aktuell haben neben Lauda die Lufthansa, Eurowings, Germanwings, Tuifly, Condor und SunExpress Deutschland ihren Wartungsschwerpunkt in Düsseldorf.

Als "Freibrief für mehr Verspätungen in der Nacht" möcht Airport-Chef Thomas Schnalke den Home-Base-Carrier-Status allerdings nicht sehen: "Spätlandungen müssen im Interesse der Anwohner und Passagiere so weit wie möglich vermieden werden", so Schnalke.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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