Lauda-Geschäftsführer kritisieren Blümel und Vida

SPÖ-Verkehrssprecher sieht die Schuld bei Sebastian Kurz und Norbert Hofer.

Airbus A320 (Foto: Thomas Ramgraber).

Heftige Kritik an der Schließung der Lauda-Basis Wien übt der ehemalige Bundesminister Alois Störer (SPÖ) aus, denn Sebastian Kurz und Norbert Hofer wären demnach die politisch Verantwortlichen für den nunmehrigen Stellenabbau bei der Ryanair-Tochter. Konkret schreibt der Nationalratsabgeordnete, dass die beiden die „österreichische Lösung“ mit Niki Lauda als großen Erfolg an ihre Fahnen geheftet hätten.

"Die damaligen Versprechungen von Kurz und Hofer werden nicht eingehalten, die Beschäftigten müssen es ausbaden. Dass die Wirtschaftskammer den Beschäftigten in den Rücken gefallen ist und Löhne akzeptiert hat, die weit unter dem Kollektivvertrag und unter der Armutsschwelle liegen, ist ein Skandal für sich", so Stöger.

Die Lauda-Belegschaft wurde zwischenzeitlich mittels eines Rundschreibens über das Aus für die Wiener Basis und damit die bevorstehenden Kündigungen informiert. In diesem vorliegenden Brief kritisieren die Geschäftsführer David O’Brien und Andreas Gruber insbesondere den österreichischen Finanzminister, der eine Hilfe im Zusammenhang mit der Unterschriftsverweigerung seitens Vida nicht erbracht hätten, aber gleichzeitig mit Austrian Airlines über 800 Millionen Euro Staatshilfe verhandeln würde. „Leider hat Bundesminister Blümel nicht einen Finger gerührt“, so die Lauda-Geschäftsführung.

Die Kurzarbeit wird nun am heutigen Tag beendet. Nach Ablauf des Kündigungsschutzes wird das fliegende Personal der Basis Wien ordentlich gekündigt. Die Frühanmeldung beim Arbeitsmarktservice werde in Kürze getätigt. Schuld am Verlust der Arbeitsplätze ist nach Ansicht der Lauda-Unternehmensführung ausschließlich die Gewerkschaft Vida. Diese hat momentan in sozialen Medien mit einem regelrechten Shitstorm zu kämpfen, der vermutlich überwiegend von bald arbeitslosen Lauda-Mitarbeitern ausgehen dürfte.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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