Lauda bekennt sich zu neuem Kollektivvertrag

Der Druck das formelle und endgültige Dokument zu erhalten wurde zurückgenommen. So die Mitarbeiter am Wochenende ihre Zustimmung erteilen, soll die Basis Wien erhalten bleiben, die Flugzeuge zurückgeholt werden und Ryanair die Übernahme der Routen endgültig abblasen.

Airbus A320 (Foto: Jan Gruber).

Nach anfänglicher Verwunderung über eine Formulierung im formellen Lauda-Kollektivvertrag haben sich nach kurzer Zeit die Wogen geglättet. Die Geschäftsleitung der Fluggesellschaft Lauda bekannte sich gegenüber den Sozialpartnern schriftlich zur Annahme und Anerkenntnis des in der vorhergehenden Nacht zwischen Vida und WKO vereinbarten Kollektivvertrags. In einem Interview mit Puls24-TV verwies Gewerkschafter Roman Hebenstreit darauf, dass der gestrige Abschluss rechtskräftig ist und die Sozialpartner nun übliche Formalitäten rasch regeln werden.

Wurde zunächst am Vormittag noch erheblicher Druck ausgeübt und bei Nichtunterfertigung samt Deadline abermals mit der Schließung der Basis gedroht, nahmen David O’Brien und Andreas Gruber diesen Druck zurück, so die Sozialpartner. Das formelle Dokument wurde von WKO und Vida noch nicht unterschrieben, jedoch soll dies rasch erfolgen. Die Wirtschaftskammer wird dieses unterfertigt an die Gewerkschaft übermitteln, diese wird unterschreiben und damit sind die formellen Details, die in die Zuständigkeit der Sozialpartner fallen, dann erledigt.

Seitens der Airline geht man davon aus, dass über das Wochenende die Zustimmung seitens der Mitarbeiter erteilt wird und somit die Basis Wien erhalten bleibt. Die „Deadline“, dass bei nicht Unterfertigung des formellen Dokuments im Laufe des Donnerstags die Base trotz KV-Abschluss geschlossen wird, wurde zurückgenommen. Der Vertrag, den WKO und Vida in den Morgenstunden abgeschlossen haben stellt bereits den rechtskräftigen Kollektivvertrag dar und dieser ist rechtsverbindlich für die Fluggesellschaft Lauda. Die Geschäftsleitung bestätige gegenüber den Sozialpartnern schriftlich, dass dieser angenommen und man sich zum neuen KV bekennt. Letzte kleine Formalitäten sollen noch gemeinsam erledigt werden und so die Mitarbeiter am Wochenende ebenfalls dafür stimmen, soll die Basis offenbleiben und die Übernahme der Routen seitens wird endgültig abgesagt.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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