Lauda: "AUA ist nicht in der Lage mit uns zu konkurrieren"

Ryanair-Tochter weist Vorwürfe der österreichischen Pilotenvereinigung zurück.

Foto: Jan Gruber.

Am Dienstag erhob die österreichische Pilotenvereinigung ACA schwere Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Umgang mit Krankenständen des fliegenden Personals gegen die Fluggesellschaft Lauda. Unter anderem wurde unterstellt, dass Mitarbeiter prompt nach Erkrankungen mit detaillierten Aufstellungen ihrer Krankenstände der letzten 12 Monate konfrontiert werden, berichtete AviationNetOnline.

Die betroffene Airline dementiert in einem Statement sämtliche „falschen Behauptungen der Austrian Cockpit Association“ und erklärt wie folgt: „Wie bei allen Fluggesellschaften teilt auch Lauda täglich mehr als 60 Standby-Crewmitglieder ein, um unerwartete Krankenstände, die jederzeit aus gerechtfertigten Gründen eintreten können, abzudecken. Lauda-Piloten und -Kabinencrews sind gesetzlich dazu verpflichtet, sich krank zu melden, wenn diese sich unwohl fühlen oder ihren Dienst nicht antreten können und werden von uns in diesem Bereich uneingeschränkt unterstützt. Wie alle Arbeitgeber analysiert und managet Lauda jedoch die geringe Anzahl von Fällen übermäßiger, wiederholter und/oder verdächtiger Abwesenheiten, z. B. solche, die unmittelbar vor oder nach Off Tagen oder dem Jahresurlaub wiederholt auftreten.“

Lauda ortet hinter der Medienerklärung der ACA eher eine gezielte Aktion des Mitbewerbers, wie das Unternehmen weiters schreibt: „Die Behauptungen von Isabel Doppelreiter, Präsidentin der ACA,  sind falsch und wurden von der Austrian Cockpit Association verbreitet, die der Austrian Airlines nahe steht, da die Lufthansa-Tochter nicht in der Lage ist, mit dem wachsenden Streckenangebot der Lauda zu niedrigeren Tarifen ab Wien zu konkurrieren.“

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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