Klimaschutz: Airbus-Cheflobbyist poltert nicht stubenrein

Konzern distanziert sich von heftiger Entgleisung auf Twitter.

A320 (Foto: www.airteamimages.com).

Vor rund einem Monat war Airbus-Cheflobbyist Alexander Reinhardt noch nach außen hin ein glühender Klimaschutzanhänger. Er und sein Konzernchef Guillaume Faury organisierten rund um das 50-jährige Jubiläum von Airbus eine Veranstaltung die, insbesondere die Bedeutung des Klimaschutzes betonen sollte. 

Doch nun machte Alexander Reinhardt deutlich was er von Klimaschützern hält. In einer Diskussion auf Twitter drohte er "Extinction Rebellion" auf Englisch und verwendete dabei eine durchaus nicht stubenreine Sprache.

Weiters postete Reinhardt: Ihr verlasst demokratische Grundwerte – die Freiheit der andern vor allem.“ Als der Lobbyist gefragt wurde wie er das denn meine, also ob er „uns nur mit dem Dienstwagen überfahren oder auf die Waffensysteme zurückgreife, die Airbus so herstellt?“, antwortete Reinhardt: „Was immer nötig ist. Geht lieber arbeiten.“ Die radikalen Blockierer würden Bürger von der Arbeit abhalten, indem sie sich moralisch über andere überhöhten. „Dabei zahlen die ihre Arbeitslosenbeiträge“, schrieb Reinhardt.

Über Nacht löschte der Manager dann seine Twitternachrichten. Der Konzern selbst geht auf Distanz:. „Airbus möchte klarstellen, dass die von einem unserer Mitarbeiter am Wochenende via Twitter geäußerten Inhalte sowie die verwendete Sprache gegenüber Extinction Rebellion unangemessen waren und nicht die Meinung des Unternehmens widerspiegeln“, hieß es in einer Stellungnahme von Airbus berichtet die Tageszeitung "Welt".

Autor: René Steuer
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René ist seit Oktober 2018 für Aviation Net tätig und bringt frischen Elan in die Redaktion.

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