Klagenfurt: Verkauf verzögert sich

Geplante Teilprivatisierung des Klagenfurter Flughafens dauert länger als vorgesehen.

Flughafen Klagenfurt (Foto: Martin Metzenbauer).

Ursprünglich wollte der Unternehmer Hans-Peter Haselsteiner den Verkauf bereits bis Ende September fixieren. Danach hieß es laut Kärnten-LH Peter Kaiser (SPÖ), die Verträge sollen bis 20. Oktober vorliegen. Heute schreiben wir den 30. Oktober und es gibt weitherhin nichts neues, außer dass die Investoren-Gruppe um Haselsteiner davon ausgeht, die Übernahme “von 74 Prozent für zehn Millionen Euro kann noch vor Weihnachten stattfinden”. Jetzt sei man in den „letzten Zügen, es gibt noch einige Vertragsdetails zu klären“, sagt Haselsteiner. Und ergänzt, somit würde sich die rechtzeitige Sanierung der Landebahn jedenfalls ausgehen. Im Dezember, so Kaiser, soll die Regierung die Teilprivatisierung beschließen, anschließend dann der Landtag.

Wie orf.at berichtete, sind Zeit und Geld - wie so oft - die entscheidenden Faktoren für den Flughafen Klagenfurt. Bis Ende 2016 muss die desolate Landebahn für 15 Millionen Euro saniert sein, sonst droht die Stilllegung des Flughafens. Doch bei den Eigentümern - Land Kärnten und Stadt Klagenfurt - ist Geld bekanntlich knapp, zudem prüft die EU, ob die öffentliche Hand eine solche Investition überhaupt übernehmen darf.

Die nun angepeilte Lösung ist seit Ende Juli öffentlich bekannt: Eine Gruppe um den Industriellen Hans-Peter Haselsteiner, Gaston Glock, Heidi Horten sowie Christoph Kulterer von der Industriellenvereinigung soll um zehn Millionen Euro 74 Prozent des Flughafens übernehmen. Land und Stadt sollen die sogenannte Sperrminorität halten. Das heißt, für alle wesentlichen Entscheidungen braucht es auch künftig die Zustimmung von Stadt und Land.

Die künftigen Mehrheitseigentümer wollen so genannte „nicht betriebsnotwendige“ Flächen am Flughafen-Areal verkaufen. Damit will man den Flughafen laut Haselsteiner „am Leben erhalten.“ Auch könne man mit dem Erlös in die Zukunft des Flughafens investieren und in der ersten Zeit etwaige Betriebsabgänge abdecken. Die Heta-Gläubiger werden die geplante Flughafen-Teilprivatisierung wegen möglicher Benachteiligungen mit Argusaugen beobachten. Landeshauptmann Kaiser versichert aber, alles sei rechtlich abgesichert. FPÖ-Obmann Christian Ragger kritisierte den geplanten Verkauf von Liegenschaftsvermögen: „Es droht der Ausverkauf des Airport-Vermögens.“

Autor: Christoph Aumüller
Redakteur
Christoph ist Absolvent des Studienlehrganges Luftfahrt der FH Joanneum Graz. Seit Mitte 2015 verstärkt er das Redaktionsteam von Austrian Aviation Net.

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