Italien will Alitalia verstaatlichen

Verkaufsprozess abgeblasen.

Airbus A320 (Foto: Thomas Ramgraber).

Angesichts der laufenden COVID-19-Krise ergibt sich im Verkaufstheater um Alitalia nun eine ganz neue Wendung, denn die Regierung von Italien beabsichtigt nun den insolventen Carrier zu verstaatlichen. Dies wurde am Dienstagabend offiziell von der Staatsführung mitgeteilt. Dabei soll eine neue Firma gegründet werden, die vollständig vom Wirtschafts- und Finanzministerium kontrolliert wird oder sich zumindest mehrheitlich im Besitz der öffentlichen Hand befinden soll.

Der Verkaufsprozess, dessen Bieterfrist am 18. März 2020 endet, ist damit zumindest vorläufig komplett ausgesetzt. Alitalia ist von der Corona-Krise besonders hart getroffen, da viele Routen ins Ausland aufgrund von behördlichen Restriktionen überhaupt nicht mehr geflogen werden dürfen und auch der Inlandsverkehr nur noch sporadisch durchgeführt werden kann.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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