Italien bereitet weiteren Alitalia-Notkredit vor

350 Millionen Euro sind im Regierungshaushalt 2020 eingeplant.

Embraer 190 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Die italienische Regierung plant offenbar weitere 350 Millionen Euro in die insolvente Fluggesellschaft Alitalia zu stecken. Am Mittwoch wurde ein entsprechender Haushaltsentwurf für das Jahr 2020 verabschiedet. In diesem ist ein Überbrückungskredit in dieser Höhe bereits fix eingeplant.

Seit mehr als zwei Jahren wird Alitalia nur noch aufgrund eines staatlichen Notdarlehens in der Höhe von 900 Millionen Euro in der Luft gehalten. In den letzten Wochen soll sich die Liquidität des insolventen Unternehmens abermals verschlechtert haben. Gleichzeitig wurde im Verkaufsprozess noch immer kein signifikanter Fortschritt erzielt.

Die Verkaufsfrist ist am Dienstag bereits zum sechsten Mal fruchtlos abgelaufen. Der Ball liegt nun wieder bei der italienischen Regierung, die entscheiden muss, ob diese neuerlich verlängert wird. Die Benetton-Konzernmutter Atlantia und die Staatseisenbahn wollen Delta Air Lines dazu bewegen einen höheren Anteil zu übernehmen, doch die U.S.-Amerikaner scheinen nach und nach endgültig das Interesse an Alitalia zu verlieren. Auch von Lufthansa gab es einen neuerlichen Korb. Allenfalls eine kommerzielle Kooperation kann sich der Kranich vorstellen.

 

 

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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