Inland: AUA liebäugelt mit PSO-Subventionen

Unionsweite Ausschreibung wäre erforderlich.

Foto: Martin Metzenbauer.

Austrian Airlines evaluiert derzeit eine mögliche PSO-Subventionierung der Routen innerhalb von Österreich. Diese wären weitgehend nicht profitabel und zur Aufrechterhaltung werden derzeit verschiedene Möglichkeiten, darunter Landesförderungen und PSO, geprüft und mit den Behörden besprochen. Dies erklärte CCO Andreas Otto gegenüber Air Transport World.

Mit Ausnahme der Verbindung zwischen Innsbruck und Wien befinden sich an Bord der innerösterreichischen Flüge überwiegend Umsteiger. Inwiefern dies mit einer möglichen PSO-Aufgabe zu vereinbaren ist, erklärte der Manager nicht.

Allenfalls ist festzuhalten, dass Österreich mögliche Unterstützungen und/oder PSO-Aufträge ohnehin nicht freihändig an Austrian Airlines oder einen anderen Anbieter vergeben kann, sondern dies unionsweit ausgeschrieben werden muss. Die EU gestattet es, dass Routen in abgelegene Regionen mittels PSO betrieben werden können, um die Konnektivität sicherstellen zu können. Ob der in den Raum gestellte Vorschlag von Austrian Airlines bei den heimischen Behörden Anklang findet, ist derzeit noch unbekannt.

PSO ist die Abkürzung für „Public-Service-Obligation“ ist in der so genannten PSO-Verordnung unionsweit geregelt. Dabei handelt es sich um Verbindungen, die der Allgemeinheit dienen sollen und gleichzeitig die Konnektivität abgelegener Regionen sicherstellen sollen. Dies ist grundsätzlich auf alle Verkehrsträger anwendbar und nicht auf den Flugverkehr beschränkt. Im Regelfall handelt es sich dabei um Strecken, die andernfalls nicht wirtschaftlich zu betreiben wären oder aber beispielsweise Inselbewohnern eine schnelle und leistbare Verbindung in die Hauptstadt sichern sollen. Der jeweilige Auftraggeber der öffentlichen Hand kann hierbei Zuschüsse oder aber eine Verlustabdeckung gewähren.

Grundsätzlich sind PSO-Strecken unionsweit auszuschreiben und Verkehrsunternehmen können sich um diese bewerben. In besonderen Fällen ist noch bis 2023 die Direktvergabe zulässig, sofern der Auftrag eine Laufzeit von zehn Jahren nicht überschreitet. In der Luftfahrt ist eine Ausschreibung allerdings generell üblich und Direktvergaben kommen im Regelfall nicht vor.

Autor: René Steuer
Redakteur
René ist seit Oktober 2018 für Aviation Net tätig und bringt frischen Elan in die Redaktion.

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