IATA erwartet heuer mehr als 300 Milliarden Dollar Umsatzverlust

Alexandre de Juniac fordert Regierungshilfen für die Fluglinien.

Die IATA rechnet mit massiven Umsatzeinbußen der Airlines (Foto: Martin Metzenbauer).

Vor drei Wochen hat die IATA für die Airlines noch mit Einnahmenverlusten von 252 Millionen US-Dollar im heurigen Jahr aufgrund der Corona-Krise gerechnet. Diese Zahl musste die internationale Luftverkehrs-Organisation nun wieder hinaufkorrigieren: Insgesamt 314 Milliarden US-Dollar weniger Umsatz als im Vorjahr erwartet die IATA - ein Rückgang von 55 Prozent. Für das heurige Jahr rechnet man aktuell mit einem Passagierminus von 48 Prozent.

Die IATA sieht vor allem zwei Ursachen für die Entwicklung: Zum einen ist es die Rezession aufgrund der massiven Einschränkungen im Wirtschaftsleben, die zu einem deutlichen Nachfragerückgang führt. So wird im aktuellen Quartal ein Minus der weltweiten Bruttoinlandsprodukte um sechs Prozent erwartet - im Vergleich dazu sanken diese zum Höhepunkt der Finanzkrise vor elf Jahren um "nur" zwei Prozent. Zum anderen wirken sich die weltweiten Reisebeschränkungen aus: Anfang April sind die Flüge weltweit um 80 Prozent zurückgegangen. Die IATA rechnet zwar mit einer verstärkten Wiederaufnahme von Inlandsflügen im dritten Quartal - bei den internationalen Verbindungen geht man von längeren Zwangspausen aus.

Alexandre de Juniac, Generaldirektor der IATA, richtet sich daher mit der Forderung an die Regierungen, der Luftfahrtbranche finanziell zu helfen. Durch die Unterstützung der Fluggesellschaften würden wichtige Lieferketten aufrechterhalten. Und: "Mit jedem geretteten Airline-Job behalten 24 weitere Menschen ihren Arbeitsplatz", so de Juniac. Außerdem würden die Fluglinien dabei helfen, das Wirtschaftsleben nach dem Ende der Corona-Pandemie wieder anzutreiben.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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