Easyjet: Im nächsten Jahr keine neuen Flugzeugauslieferungen

Außerdem bekommt Gründer Stelios Haji-Ioannou seine Hauptversammlung.

Airbus A320 (Foto: Thomas Ramgraber).

Easyjet stellt weitere Maßnahmen zur Senkung der Kosten vor und aktualisiert unter anderem ihre Liefervereinbarung mit Airbus. Im nächsten Jahr wird die Airline keine Bestellungen annehmen und behält sich die Option vor, weitere fünf Auslieferungen im Geschäftsjahr 2022 aufzuschieben. Insgesamt werden 24 Flugzeugauslieferungen nach hinten verschoben. Darüber hinaus werden die Investitionsausgaben in den nächsten drei Jahren erheblich gesenkt, wie man mitteilt.

"Unsere Branche steht vor beispiellosen Herausforderungen, die beispiellose Maßnahmen erfordern. Wie wir immer wieder gesagt haben, konzentrieren wir uns weiterhin voll und ganz auf die Verbesserung der kurzfristigen Liquidität und die Reduzierung der Ausgaben im gesamten Unternehmen. Ich freue mich, Ihnen heute mitteilen zu können, dass wir mit Airbus vereinbart haben, unseren Lieferplan zu ändern, indem wir den Kauf von 24 Flugzeugen verschoben haben, was unseren Cashflow erheblich steigert und unser kurzfristiges Investitionsprogramm erheblich reduziert. Darüber hinaus haben wir 24 Mietverträge zur Verlängerung in den nächsten 16 Monaten, was uns ein weiteres Maß an Flexibilität gibt, um auf zukünftige Anforderungen zu reagieren“, so CEO Johan Lundgren.

Außerdem wurde dem umstrittenen Antrag für eine Hauptversammlung von Easyjet-Gründer Stelios Haji-Ioannou im zweiten Anlauf stattgegeben. Dabei will er seine Drohung wahr machen und über die Abberufung der beiden Aufsichtsratsmitglieder Andreas Bierwirth und Andrew Findlay abstimmen. Der Unternehmer fordert die Stornierung einer Großbestellung bei Airbus, ansonsten lässt er laufend Mitglieder des Verwaltungsrates abwählen. Diese zusätzlichen Kosten könne die Airline zum jetzigen Zeitpunkt nicht gebrauchen, wie er meint. Ob ihm die Aufschiebung der 24 Flugzeugbestellungen zufrieden stellt, wird die Zukunft zeigen.

Autor: Granit Pireci
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Granit verstärkt seit März 2020 die AviationNetOnline-Redaktion und ist insbesondere auf die Luftfahrt in Südost-Europa spezialisiert.

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