Hamburg: Airbus nimmt neue A320-Linie in Betrieb

Einsatz von Robotern.

Foto: Airbus.

Der europäische Flugzeug Airbus nahm am Produktionsstandort Hamburg eine neue Fertigungslinie für die A320-Reihe in Betrieb. Das Augenmerk dieser liegt auf der Herstellung längerer Rumpfsektionen für den Airbus A321LR.

Die Montagelinie verfügt über 20 Roboter, ein neues Logistikkonzept, automatische Positionierung über Laser-Vermessung sowie ein digitales Datenerfassungssystem. So wird neben der Qualität nicht nur die Effizienz der Airbus-Produktion weiter gesteigert, sondern auch die Digitalisierung der Produktionssysteme vorangetrieben, teilte der Flugzeugbauer mit.

„Unter Einsatz einiger der modernsten Technologien und Prozesse hat Airbus hinsichtlich der Fertigung der A320-Familie neue Standards gesetzt. Die neue Rumpfstrukturmontagelinie trägt entscheidend zum Produktionshochlauf der A320-Familie bei. Wir erhöhen den Grad an Automatisierung und verstärken den Einsatz von Robotern. So können wir schneller und effizienter produzieren, während sich unser Hauptfokus weiterhin auf die Qualität richtet“, erläutert Michael Schöllhorn, Chief Operating Officer von Airbus. „Angesichts des enormen Erfolgs der A320-Familie und des vorliegenden Auftragsbestands stellen wir sicher, dass unser Produktionssystem ebenso erstklassig ist wie unsere Produkte und dass wir den Bedürfnissen unserer Kunden im Bereich der Single-Aisle-Flugzeuge nachkommen. Unseren Hamburger Mitarbeitern wurde großes Vertrauen entgegengebracht und es wurde umfangreich in die dortigen Fertigungsanlagen investiert. Nun ist es an der Zeit, gemäß unseren Zusagen gegenüber den Kunden abzuliefern und dabei unsere allgemeine Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.“

Für die anfängliche Sektionsmontage verwendet Airbus das modulare und leichte „Flex-Track“-System, bei dem acht Roboter 1.100 bis 2.400 Löcher pro Längsverbindung bohren und senken. Im nächsten Produktionsschritt setzen zwölf Roboter mit je sieben Achsen Rumpfmittel- und Hecksektion mit dem Leitwerk zu einer der Hauptkomponenten zusammen, wobei sie 3.000 Nieten pro Quernaht bohren, senken, abdichten und einsetzen.

Neben dem Einsatz von Robotern implementiert Airbus neue Methoden und Technologien für Material- und Ersatzteillogistik zur Verbesserung von Produktion und Ergonomie sowie zur Verkürzung der Durchlaufzeiten. Dies beinhaltet die räumliche Trennung der Logistik- und Fertigungsebenen, einen bedarfsorientierten Materialfluss sowie den Einsatz fahrerloser Transportsysteme.

In der Hamburger Strukturmontagelinie werden einzelne Rumpfschalen zu Sektionen zusammengesetzt und die einzelnen Sektionen zu Flugzeugrümpfen montiert. Vor der Lieferung an die Endmontagelinien in Deutschland, Frankreich, China und den USA werden die Flugzeugteile noch mit elektrischen und mechanischen Systemen ausgestattet.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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