Gewinn von Lufthansa geht deutlich zurück

Umsatz hingegen leicht gestiegen.

(Foto: Jan Gruber)

Nicht nur die derzeitige Corona-Krise bringt den Lufthansa-Konzern in Schwierigkeiten - auch im vergangenen Geschäftsjahr lief es alles andere als prächtig. So ging das Ergebnis vor Steuern und Zinsen 2019 um 38 Prozent von 3,0 Milliarden 2018 auf 1,9 Milliarden Euro zurück. Haupttreiber des Rückgangs waren unter anderem die um 600 Millionen Euro gestiegenen Treibstoffkosten. Der Umsatz stieg leicht um zwei Prozent auf 36,4 Milliarden Euro.

Auch die anderen Kennzahlen des Konzerns entwickelten sich im Großen und Ganzen eher negativ. So ging auch die Eigenkapitalquote um 1,1 Punkte auf den immer noch sehr guten Wert von 24,0 Prozent zurück. Allerdings gab auch die EBIT-Marge um 3,3 Punkte auf 5,1 Prozent nach. Aus dem laufenden Geschäft zog Lufthansa zudem weniger Geld - der operative Cash-Flow ging um zwei Prozent auf rund 3,6 Milliarden Euro zurück.

Wie sehr der harte Wettbewerb vor allem in den Heimatmärkten dem Konzern zu schaffen machen, wird beim Blick auf die Erlöse je Sitzplatz deutlich. Diese gingen um 2,5 Prozent zurück - und das obwohl Lufthansa die Stückkosten im Gegenzug um 1,5 Prozent reduzieren konnte.

Natürlich versuchte der Konzern auch einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr zu geben. Doch alle Prognosen wurden durch Covid-19 schnell zur Makulatur. Die Folgen der Pandemie seien aktuell nicht absehbar, so Konzernchef Carsten Spohr. "Dieser außergewöhnlichen Situation müssen wir mit drastischen und zum Teil schmerzhaften Maßnahmen begegnen." Je länger die Krise andauere, desto wahrscheinlicher werde es, "dass die Zukunft der Luftfahrt ohne staatliche Hilfe nicht gewährleistet werden kann", so der Manager weiter.

In den vergangenen Wochen musste Lufthansa eigenen Angaben zufolge zusätzliche Mittel in Höhe von rund 600 Millionen Euro aufnehmen - "um seine starke finanzielle Position abzusichern". Aktuell verfügt der Konzern damit über liquide Mittel von rund 4,3 Milliarden Euro. Hinzu kommen ungenutzte Kreditlinien von rund 800 Millionen Euro.

 

Autor: Carlo Sporkmann
Redakteur
Carlo Sporkmann ist seit April 2019 als Autor für AviationNetOnline tätig. Der studierte Journalist berichtet für AviationNetOnline über den deutschen Luftverkehrsmarkt.

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