Gesellschafter stimmen ebenfalls für Tegel-Schließung

Airport könnte am 15. Juni vom Netz gehen.

(Foto: www.AirTeamImages.com)

Der Flughafen Berlin-Tegel ist einer vorübergehenden Schließung ein Stück näher gekommen: Nach dem Aufsichtsrat des Airport-Betreibers FBB stimmte nun auch die Gesellschafterversammlung für die Stilllegung des größeren der beiden Airports. Abschließend muss die Luftfahrtbehörde dem Antrag noch stattgeben. Der frühestmögliche Termin für die Schließung wäre der 15. Juni. 

Nach einem Beschluss des Aufsichtsrates hatte die FBB Ende April den Antrag eingereicht. Hintergrund sind die massiv eingebrochenen Fluggastzahlen in Tegel infolge der Corona-Reisebeschränkungen. Beobachter erwarteten damals keinen Widerstand der Gesellschafter, denn der Betrieb in Tegel kostet monatlich Millionen - ohne dass aktuell Geld eingenommen wird. "Das kann keiner befürworten", so ein Insider.

Der Flugbetrieb soll sich in der zweimonatigen Pause auf den Flughafen Schönefeld konzentrieren. Denn dort ist ein 24-Stunden-Betrieb möglich, es gibt einen Fracht- sowie einen Medizinbereich und einen direkten Zugang zum benachbarten BER-Gelände.

Allerdings erwarten Beobachter nicht, dass Tegel im August wieder eröffnet - "die Fluggastzahlen werden wohl weiterhin auf einem niedrigen Niveau verharren, sodass Schönefeld reicht", heißt es. Hinzu kommt, dass Ende Oktober ohnehin der neue Hauptstadtflughafen BER öffnen und Tegel kurz darauf endgültig schließen soll. Auch gibt es Pläne, wonach die Airlines der Lufthansa Group bereits im Juni ab dem BER starten sollen, denn sie sind bislang nicht in Schönefeld aktiv und scheuen den doppelten Umzug innerhalb weniger Wochen.

Autor: Carlo Sporkmann
Redakteur
Carlo Sporkmann ist seit April 2019 als freier Autor für AviationNetOnline tätig. Der studierte Journalist berichtet hauptsächlichh über den deutschen Luftverkehrsmarkt.

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