Gericht: Vorsorgliche Streichungen sind kostenpflichtig

Landgericht Berlin bittet Fluggesellschaft zur Kasse.

Foto: Pixabay.

Gelegentlich kommt es vor, dass Fluggesellschaften bei Unwetterprognosen bereits am Vortag ihre Passagiere über die Entscheidung zur Streichung der Verbindung informieren. Schlechtes Wetter gilt für gewöhnlich als außergewöhnlicher Umstand und entbindet die Airline von der Zahlung der Ausgleichsleistung. Nicht jedoch in dieser spezifischen Konstellation, entschied das Landgericht Berlin.

Die beklagte Fluggesellschaft strich „vorsorglich“ aufgrund einer Unwetterprognose die betroffene Verbindung für den Folgetag. Unter dem Aktenzeichen 67S49/19 entschied das Landgericht Berlin nun, dass es sich um keinen außergewöhnlichen Umstand handelt, da es keine entsprechende Warnung der Flugsicherung gab. Diese hätte den Flugverkehr einschränken können, was sie jedoch nicht getan hat. Das Gericht sprach dem Kläger nun die Ausgleichsleistung zu.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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