Gericht lehnt AF447-Anklage ab

Rechtsanwälte Hinterbliebener legten bereits Berufung ein.

Flugdatenschreiber von Flug AF447 (Foto: BEA).

In Sachen des Absturzes von Air-France-Flug AF447 ergab sich eine neuerliche Wendung, denn das zuständige Ermittlungsgericht ist dem Anklageantrag der Staatsanwaltschaft nicht gefolgt und verfügte die Einstellung des Verfahrens. Doch strafrechtlich ist die Angelegenheit noch nicht vom Tisch, denn Rechtsanwälte, die Hinterbliebene vertreten, kündigten gegenüber französischen Medien bereits Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Gerichts an.

Am 1. Juni 2009 stürzte der von Air France betriebene Airbus A330 mit der Registrierung F-GZCP auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris-CDG in den Atlantik. Sämtliche Passagiere und Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. Vor einigen Wochen kündigte die Staatsanwaltschaft an, dass sie Antrag auf Anklagerhebung gegen Manager der Airline eingebracht hatte. Der Vorwurf lautet: Fahrlässige Tötung, da die Piloten nicht ausreichend geschult worden sein sollen. Die Ermittlungsrichter folgten diesem Antrag nicht, wobei bereits Berufung gegen die Entscheidung eingebracht wurde.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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