Frachtflieger: AUA baut Sitze aus

Cargo-Kapazität wird damit bei zwei Boeing 777 um 35 Prozent erhöht.

Die Kabine von zwei Boeing 777 wird "ausgeräumt" - übrig bleibt der vordere Teil der Business Class sowie vier Eco-Sitze im Heck der Maschinen (Foto: Austrian Airlines).

Austrian Airlines entfernt aus zwei ihrer sechs Boeing 777-200ER den Großteil der Sitze und erhöht damit die Cargokapazität der Widebodies deutlich: Rund 35 Prozent mehr Fracht im Vergleich zur bisherigen Art der Beladung (im Belly und in der Kabine auf den Sitzen bzw. den Overhead-Bins) können damit befördert werden. Die AUA führt derzeit regelmäßig Cargo-Flüge nach Fernost durch - vor allem, um Medizinprodukte im Zuge der Corona-Pandemie nach Europa zu bringen.

Der Ausbau von 270 der 306 Passagiersitze aus allen Reiseklassen hat mit der OE-LPC begonnen und soll laut Plan am morgigen Mittwoch abgeschlossen werden. Ab dem 3. Mai startet dann der Umbau der OE-LPA, der voraussichtlich am 7. Mai fertiggestellt sein soll. Der Ausbau der Sitze aus Economy, Premium Economy und Business Clas wird pro Flugzeug rund 500 Mannstunden in Anspruch nehmen. Das Frachtvolumen, das im Flugzeugbauch sowie im Passagierraum transportiert werden kann, wird damit von rund 210 auf bis zu 280 Kubikmeter ausgebaut.

Bislang wurde die Fracht in der Kabine auf Sitzen transportiert (Foto: Austrian Airlines).

Aus Xiamen, Penang und Shanghai hat die AUA bereits rund 50 Frachtflüge durchgeführt. Dabei wurden in Zusammenarbeit mit Lufthansa Cargo und time:matters Austria rund 770 Tonnen an Hilfsgütern für die medizinische Versorgung nach Europa gebracht. 45 weitere Flüge befinden sich aktuell im Planungsstadium.

Im Frachtflugplan von Austrian Airlines steht derzeit eine tägliche Verbindung nach Shanghai sowie regelmäßige Flüge nach Xiamen und Penang. Ab Anfang Mai soll das Frachtangebot um Flüge nach Peking und Shenzhen erweitert werden. Weitere Ziele in China - aber auch in andere Länder - können kurzfristig geprüft und aufgenommen werden.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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