Fotoreportage: Helvetic übernimmt ersten E190-E2

Thomas Ramgraber hielt für AviationNetOnline die besten Impressionen fotografisch fest.

Embraer 190-E2 (Fotos: Thomas Ramgraber).

Die schweizerische Regionalfluggesellschaft Helvetic Airways übernahm vergangene Woche mit der HB-AZA den ersten von zwölf fix bestellten Embraer 190-E2. Die Maschine wurde am 1. November 2019 erstmals kommerziell für Swiss auf der Route Zürich-Bremen eingesetzt. Der Jet soll hauptsächlich für diesen Wetlease-Kunden eingesetzt werden.

Helvetic Airways hält weiters Kaufoptionen für bis zu zwölf weitere Exemplare dieses Typs. Der Carrier verkaufte erst kürzlich die letzten Fokker 100 nach Australien an Alliance Airlines und sieht mit der Ankunft des ersten E190-E2 den Beginn einer neuen Ära in der Firmengeschichte.

„Nach mehr als 18 intensiven Monaten herrscht heute vor allem Erfolgsstimmung. Damit haben wir genau die moderne und umweltfreundliche Maschine, die wir für die weitere Entwicklung unserer Airline brauchen“, erklärte Helvetic-Chef Tobias Pogorevc anlässlich der Übernahme der HB-AZA in Zürich.

 


Swiss-Chef Thomas Klühr.

Nach der Ankunft der ersten Embraer E190-E2 bei Helvetic Airways, die als HB-AZA registriert ist, werden die restlichen neuen E190-E2 Flugzeuge progressiv in die Flotte aufgenommen, wodurch sich das Unternehmen weiter als wichtige europäische Regionalfluggesellschaft etabliert.

„Als einzige Schweizer Airline, die Embraer-Maschinen nutzt, hebt sich Helvetic Airways bereits heute von der Konkurrenz ab. Und mit der hochmodernen E190-E2 verfügt sie nun über die perfekte Technik für einen nachhaltigen und rentablen Flugbetrieb“, fügt Martyn Holmes, Vice President Europa, Russland und Zentralasien bei Embraer hinzu.


Helvetic-CEO Tobias Pogorevc und Eigentümer Martin Ebner.

Nach dem Verlassen des Embraer-Hauptsitzes in São José dos Campos und Zwischenstopps in Recife und Las Palmas landete die erste E190-E2 von Helvetic Airways am Dienstag, dem 29. Oktober, um 20 Uhr 27 MEZ, erstmals auf Schweizer Boden. Der fast 9900 Kilometer lange Überführungsflug in die Schweiz dauerte etwa 11 Stunden und 30 Minuten. Mit ihrer neuen aerodynamischeren Bauweise und ihren beeindruckenden Triebwerken der neuesten Generation verbraucht der Embraer E190-E2 deutlich weniger Kerosin. Der Treibstoffverbrauch pro Sitz liegt um bis zu 17.3 Prozent tiefer. Im Vergleich zu ihrer Vorgängerin stößt der E190-E2 pro Jahr 3600 Tonnen weniger Kohlendioxid aus.


Helvetic-Chef Tobias Pogorevc.

Die aerodynamisch optimierten Flügel des E190-E2, die um vier Meter verlängert wurden und nun eine Spannweite von 34 Metern aufweisen, sind vergleichbar mit den Flügeln des Airbus A320. Im Economy-Modus und mit einem maximalen Startgewicht von fast 52 Tonnen kann der E190-E2 insgesamt 110 Passiere bis zu 5278 Kilometer weit befördern – 1000 Kilometer weiter als die Vorgängergeneration der Embraer E-Jets. Auch der Fluggastkomfort wurde erhöht. DieKabine, die ohne Mittelreihe auskommt, wurde vollständig neu gestaltet und bietet mehr Komfort, Platz und Licht.

Weitere Impressionen von der Übernahme der HB-AZA:

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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