Flybe und Luxair mit den meisten Pilotinnen

Portal untersuchte den Frauenanteil im Cockpit.

E195 (Foto: www.airteamimages.com).

Die Reiseplattform fromAtoB untersuchte, wie es um den Frauenanteil in den Cockpits der größten Fluggesellschaften steht. Hierfür hat das Unternehmen 30 Airlines unter die Lupe genommen, die hierzulande die meisten Flüge anbieten und deren Frauenquoten hinter dem Steuer miteinander verglichen.

Die Fluggesellschaften Flybe und Luxair verzeichnen gemeinsam den höchsten Anteil an Pilotinnen. Mit jeweils 10 Prozent ist der Anteil doppelt so hoch wie der weltweite Durchschnittswert. Das drittbeste Ergebnis weist Air France mit acht Prozent auf. Platz vier geht an den US-Carrier United Airlines mit 7,5 Prozent an beschäftigten Frauen in den Cockpits. Den fünften Platz teilen sich zwei deutsche Vertreter: Condor und Lufthansa. Sie bestätigten immerhin noch einen Wert von sechs Prozent.

Die niedrigste Frauenquote mit 1,4 Prozent verzeichnet die russische Fluggesellschaft Aeroflot mit 58 Frauen von 4200 PilotInnen. Dicht gefolgt wird das Unternehmen von Emirates. Hier sind nur 2,3 Prozent des Cockpit-Personals weiblich. Die dritt- und viertschlechtesten Werte findet man mit 2,8 bzw. 3,8 Prozent bei den skandinavischen Airlines Finnair und SAS Scandinavian Airlines. Komplettiert werden die Flop Fünf von KLM Royal Dutch Airlines: In der niederländischen Fluggesellschaft liegt die Frauenquote mit 4,8 Prozent knapp unter dem Durchschnitt.

Die Werte wurden aus den jeweiligen ALPA- (Air Line Pilots Association), ISWAP- (International Society of Women Airline Pilots) und Jahresabschluss-Berichten entnommen. 

Von den 30 untersuchten Airlines in Deutschland konnte bei 20 die Frauenquoten der Cockpit-Belegschaft ermittelt werden. 15 dieser 20 Unternehmen bestätigten oder korrigierten die recherchierten Werte. 15 Unternehmen gaben keine Antwort. Die Pilotinnen-Anteile von easyJet, Emirates, Flybe, SAS Scandinavian Airlines, Aeroflot Russia waren nur durch den ALPA-Bericht ersichtlich und wurden nicht vom Unternehmen kommentiert. Eine große britische Fluggesellschaft korrigierte zwar den recherchierten Wert, bat fromAtoB jedoch, diesen für die Analyse unberücksichtigt zu lassen.

Autor: René Steuer
Redakteur
René ist seit Oktober 2018 für Aviation Net tätig und bringt frischen Elan in die Redaktion.

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