FBI schaltet sich in Boeing-Ermittlungen ein

Vorgänge rund um die Zertifizierung der 737 MAX werden geprüft.

Grafik: Pixabay

Die Ermittlungen zu den beiden MAX-Abstürzen erhalten eine weitere Dimension: Nach den Untersuchungen des National Transportation Safety Board (NTSB), der Federal Aviation Administration (FAA) und des Department of Transportation (DOT) hat sich laut einem Bericht der "Seattle Times" auch noch das Federal Bureau of Investigation (FBI) eingeschaltet.

Dabei soll es in erster Linie um Vorgänge rund um die Zertifizierung für den neuesten Boeing-Spross gehen, für die ja die FAA zuständig ist. Diese staatliche Agentur soll aber laut Medienberichten große Teile der Zertifizierungsarbeit für die 737 MAX an Boeing-Ingenieure abgegeben haben. Dabei wird spekuliert, dass dieses Vorgehen mit dem Zeitdruck in Zusammenhang stehen könnte, den der Flugzeughersteller aufgrund der starken Konkurrenz durch den Airbus A320neo hat. Die 737 MAX gilt ja als Antwort von Boeing auf das überarbeitete europäische Modell.

Boeing selbst arbeitet unterdessen an einer neuen Flugkontroll-Software für die 737 MAX. Wann diese fertiggestellt und getestet sein wird - und vor allem, wann das Grounding für das Muster aufgehoben werden kann, steht freilich noch in den Sternen. Derzeit befinden sich jedenfalls weltweit 387 Flugzeuge des Typs bei 59 Airlines am Boden. So schnell dürfte man bei diesen auch nicht mit einer Flugerlaubnis rechnen - so hat beispielsweise Air Canada angekündigt, ihre 24 Boeing 737 MAX zumindest bis 1. Juli 2019 aus der Planung komplett herauszunehmen.

 

 

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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