FACC: 650 Mitarbeiter müssen gehen

Das Unternehmen muss aufgrund der Corona-Krise "deutliche Veränderungen" vornehmen.

Foto: FACC/Gortana

Die Corona-Pandemie beeinträchtigt nicht nur Airlines und Flugzeughersteller sondern auch nachgereihte Branchen wie beispielsweise Zulieferer. Auch die österreichische FACC AG gehört zu den betroffenen Unternehmen: "Trotz unserer vielen Bemühungen in den letzten Monaten, ausgelagerte Produkte in die Eigenfertigung zu integrieren, das Produktportfolio durch vertikale Integration zu erweitern und durch diese Maßnahmen ca. 150 Arbeitsplätze am Standort neu zu schaffen, werden wir als Unternehmen nicht umhinkommen, uns auf das neue Marktumfeld einzustellen und deutliche Veränderungen vorzunehmen", erklärte Robert Machtlinger, CEO der FACC AG.

Im Zuge von Betriebsversammlungen wurde der Belegschaft am Freitag mitgeteilt, dass aus diesem Grund die Mitarbeiterzahl von derzeit 3.350 auf 2.700 gesenkt werde: 650 Angestellte müssen also das Unternehmen mit Sitz in Ried im Innkreis verlassen. Man will mit den Gewerkschaften und dem Betriebsrat "die Anpassungen in der Belegschaft für die Betroffenen sozial verträglich" gestalten, wie Machtlinger darlegte.

Trotz allem ist das FACC-Management allerdings davon überzeugt, "dass das Unternehmen mit seinen 2.700 hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort und einer soliden Eigenkapitalquote von ca. 40 Prozent für die Zukunft sehr gut aufgestellt ist. Neue Produkte befinden sich in Entwicklung und alle Forschungsprojekte werden uneingeschränkt weiterverfolgt", heißt es in einer Aussendung. Bis das Vor-Covid-Niveau wieder erreicht werde, wird es laut FACC vermutlich vier bis fünf Jahre dauern.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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