EVA AIR: Edward Ho im Interview

Seit 25 Jahren fliegt die taiwanesische Airline zwischen Wien und Taipeh - Austrian Aviation Net unterhielt sich zu diesem Anlass mit Country Manager Edward Ho.

Edward Ho, Country Manager von EVA AIR (Foto: Martin Dichler).

Am vergangenen Freitag feierte die taiwanische Fluggesellschaft EVA AIR die Eröffnung ihres neuen Büros am Flughafen Wien. Zahlreiche Vertreter aus der Luft- und Reisebranche ließen sich anlässlich der feierlichen Eröffnung die Chance nicht entgehen, einen Blick auf die neuen Einrichtungen der Fluggesellschaft zu werfen. Ab sofort stehen im Office Park 3 mehr als 400m2 Bürofläche für den Verkauf und die Verwaltung der Fluggesellschaft zur Verfügung. Als eine von wenigen Fluglinien in Wien setzt EVA AIR ein Zeichen gegen den allgemeinen Trend in der Branche und betreibt auch am neuen Standort ein Customer Center für den persönlichen Kontakt mit seinen Passagieren.

Vor knapp 25 Jahren startete EVA AIR mit dem Erstflug auf der Strecke Taipeh-Bangkok- Wien eine Erfolgsgeschichte, die bisher seinesgleichen sucht. Jetzt anlässlich des runden Jubiläums, vermehren sich die Gerüchte, dass ab dem Winterflugplan 2015/16 die Strecke durch den Einsatz einer größeren Boeing 777-300ER aufgewertet werden soll.
Martin Dichler  sprach mit EVA AIR Country Manager Edward Ho über die Zukunft der Fluglinie in Österreich und das mögliche Flugzeug Upgrade auf der Wien-Verbindung.

Das neue Kundenbüro von EVA AIR (Foto: Martin Dichler).

Austrian Aviation Net: Herr Ho, warum hat sich EVA AIR nach so vielen Jahren dazu entschlossen, ihr Stadtbüro aufzugeben und auf den Flughafen zu verlegen?

Edward Ho: Die hervorragende Entwicklung des Wiener Flughafens gibt ihm eine wichtige Position für die Märkte in Österreich, Zentral- und Osteuropa. EVA AIR ist seit der Aufnahme ihres Flugbetriebes nach Wien sehr eng mit dem Flughafen Wien verbunden.
Eigentlich folgen wir mit dem Umzug einem Trend. Wir rücken mit dem neuen Büro näher an unsere Kolleginnen und Kollegen von Cargo und Abfertigung. Wir haben nun eine gute Möglichkeit, unseren Passagieren bestes Service vor Ort zu bieten und sind näher bei unseren Partnern, wie zum Beispiel Cargo-Unternehmen, mit denen wir seit vielen Jahren kooperieren, oder natürlich auch die Partnerairlines der Star Alliance, für die der Flughafen Wien wichtiger Knoten- und Treffpunkt ist.

Austrian Aviation Net: Sie unterhielten in der Vergangenheit als eine der letzten Fluglinien in Wien ein Kundencenter. Besteht für den Passagier weiterhin die Möglichkeit, sein EVA-AIR-Ticket direkt vor Ort zu buchen?

Edward Ho: Ja - gemäß unserem Motto “We are always here to serve you!” (Wir sind immer für Sie da!)

Austrian Aviation Net: Am österreichischen Markt werden fast täglich Airline- Vertretungen geschlossen und Mitarbeiter entlassen. Mit ihrem neuen Büro am Flughafen setzten Sie ein Zeichen gegen diesen Trend. Hat der Support der Reisebranche und der persönliche Kontakt zum Kunden bei EVA AIR einen besonderen Stellenwert?

Edward Ho: Auf jeden Fall ! Und um sichtbar zu bleiben und weiterhin mit verlässlichem Service zu punkten, konnte uns der Flughafen Wien die beste Plattform für eine gute Präsenz anbieten.  

Austrian Aviation Net: EVA AIR feiert am 12.November sein 25-jähriges Jubiläum am Flughafen Wien. Es scheint so, als wäre Wien nicht mehr aus ihren Flugplan wegzudenken? Warum ist diese Verbindung (4x wöchentlich) ihrer Meinung nach so erfolgreich?

Edward Ho: EVA AIR hatte von Anfang an das Ziel, Wien zu einem optimalen „Tor“ und einem perfekten Hub für Reisen nach Österreich, Zentral- und Osteuropa, aber auch in andere Destinationen in Europa zu machen. Das scheint uns gelungen zu sein!
Außerdem ist Wien aus dem EVA AIR-Flugplan nicht mehr wegzudenken, da sehr viele EVA AIR-Passagiere unser hochwertiges Service und vor allem die bequeme Nonstop-Verbindung nach Bangkok sehr schätzen.

Die Boeing 777 in den Farben von EVA AIR könnte bald noch öfter in Wien zu sehen sein (Foto: Martin Dichler).

Austrian Aviation Net: Es gibt nicht viele europäische Flughäfen, die gleich von zwei taiwanesischen Fluglinien angeflogen werden. Hat die taiwanesische Bevölkerung, die ja sehr stark für den Incoming- Verkehr verantwortlich ist, eine besondere Beziehung zu Österreich?

Edward Ho: London, Paris und Wien sind die Top-Reisedestinationen für die meisten Taiwanesen. Vor allem Wien als Ausgangpunkt für Reisen in die benachbarten Länder von Zentral- und Osteuropa erfreut sich großer Beliebtheit. Viele unserer taiwanesischen Gäste sagen, dass sie drei oder vier Male kommen, um alles besuchen zu können, was sie kennen lernen und sehen möchten!

Austrian Aviation Net: Ihre Fluglinie brachte schon öfters eine Boeing 777-300ER zum Einsatz nach Wien. Zuletzt hat EVA AIR 24 Boeing 787 Dreamliner bestellt. Besteht die Hoffnung, dass die A-330-200 demnächst auf der Wien-Strecke durch moderneres Fluggerät abgelöst wird?

Edward Ho: EVA AIR hat seit 1991 immer wieder neue, modern Fluggeräte auf der Strecke nach Wien eingesetzt: B767, B747, MD11, A332 – und alle mit großem Erfolg und zur Zufriedenheit der Passagiere. Diese Tradition wollen wir natürlich fortsetzen und hoffen, dass wir anlässlich des 25-Jahre-Jubiläums im Herbst die „Triple Seven“ bekommen. Die Chancen stehen gut!

Autor: Martin Dichler
Martin Dichler war bis 2019 Vorsitzender der Flughafenfreunde Wien und schreibt seit Jahren als freier Journalist für diverse Luftfahrt- und Reisemedien.

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