Eurowings führt "Gutschein-Lösung" ein

Die Kunden müssen sich ab sofort mit dieser rechtlich umstrittenen Vorgehensweise zufrieden geben.

Airbus A319 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Heute hat AviationNetOnline schon darüber berichtet, dass in der Politik die sogenannte „Gutschein-Lösung“ diskutiert wird. Wenige Stunden später meldet sich Eurowings mit Neuigkeiten: Wer nicht umbuchen möchte, der kann sich einen Voucher über den Wert des gezahlten Flugpreises ausstellen lassen. Dieser ist ab dem Austellungsdatum ein Jahr gültig, wie fvw.de berichtet.

Damit leitet die Billig-Airline der Lufthansa die rechtlich umstrittene Vorgehensweise in Deutschland ein, bei der die Fluggesellschaften bei Flugstreichungen nicht das Geld zurückerstatten, sondern Gutscheine ausstellen. Obwohl die Kunden eigentlich einen Anspruch auf Rückerstattung haben, ziehen es die Unternehmen in den finanziell schwierigen Zeiten der Corona-Krise vor, mangels Liquidität keine monetären Leistungen anzubieten. Es wird erwartet, dass auch andere Carrier nachziehen werden. 

"In den folgenden Wochen wird es vorübergehend zu weiteren Flugstreichungen kommen. Kunden, die ihre Flüge über Eurowings.com gebucht haben und über eine Flugstreichung informiert werden, können den Flug entweder umbuchen oder die Ausstellung eines Vouchers beantragen“, so Oliver Schmitt, CCO von Eurowings.

Autor: Granit Pireci
Redakteur
Granit verstärkt seit März 2020 die AviationNetOnline-Redaktion und ist insbesondere auf die Luftfahrt in Südost-Europa spezialisiert.

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