Euro Flight Aviation Services: Sicheres Reisen in Corona-Zeiten

Wiener Privatjetbetreiber verspricht Sicherheit, Zuverlässigkeit und Flexibilität nicht nur Geschäftsreisenden, sondern auch Urlaubern.

Sicheres und komfortables Reisen im Business Jet (Fotos: Euro Flight Aviation Services).

Linienflüge in Zeiten der Corona-Pandemie sind derzeit insbesondere mit vielen Unklarheiten verbunden und gleichzeitig ist das noch vorhandene Angebot äußerst überschaubar. Die Business Aviation verzeichnet hingegen eine zunehmende Nachfrage und will sich insbesondere als sichere und flexible Alternative für Geschäftsreisen und Premium-Urlaube ins Spiel bringen.

Der mittelständische Bedarfsluftfahrtbetrieb Euro Flight Aviation Services mit Sitz in Wien erhält eigenen Angaben nach deutlich mehr Anfragen von Firmen, die unaufschiebbare geschäftliche Termine im Ausland wahrnehmen müssen. Doch auch die Business Aviation muss bestehende Restriktionen, die sich je nach Land zum Teil tagesaktuell verändern können, beachten. Euro Flight Aviation Services-Geschäftsführer Michael Pfundner erklärte im Gespräch mit AviationNetOnline, dass derzeit bei jeder Anfrage geprüft werden muss, ob diese wegen möglicher staatlich verordneter Beschränkungen durchgeführt werden kann oder nicht.

Der Manager vernahm in den letzten Wochen bei Kundenanfragen aber auch, dass vielen das Reisen auf der Linie zu gefährlich erscheint. Einerseits sollen Sorgen bezüglich einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus, aber auch, dass der Rückflug gestrichen werden könnte, bestehen. Von der Business-Aviation werden insbesondere Sicherheit, Zuverlässigkeit und Flexibilität erwartet.

Euro Flight Aviation Services-Chef Michael Pfundner sagte auch, dass das Reisen mit Privatjets entscheidende Vorteile in Corona-Zeiten bietet, denn die Aufenthaltsdauer in Flughafenterminals wird durch die Nutzung der General-Aviation-Bereiche deutlich reduziert. Auch desinfiziere man die Kabinen der Flugzeuge nach jedem Flug und stehe den Passagieren in jeglicher Hinsicht unterstützend zur Seite, so dass diese sich ganz sicher sein können wirklich sicher reisen zu können.

Pfundner meinte im Gespräch mit AviationNetOnline, dass es mit der Nutzung der GACs und der Desinfektion der Kabinen noch lange nicht getan ist. Die von ihm geleitete Bedarfsfluggesellschaft überwacht auch die komplette Zulieferkette, beispielsweise das Catering und achtet darauf, dass in den Terminals und gegebenenfalls auch den Zubringerfahrzeugen Sauberkeit, Abstände und Desinfektion eingehalten werden. Im Bedarfsfall werden den Passagieren auch Masken, Handschuhe und Desinfektionsmaterialien zur Verfügung gestellt.

Flugzeuge werden nach jedem Flug desinfiziert

Nebst den Oberflächendesinfektionen, die nach jedem Flug nach ICAO-Richtlinie vorgenommen werden, setzt man zusätzlich einmal täglich auch Zerstäuber-Desinfektion zur Reinigung der Luft ein. Dabei handelt es sich im ein Prozedere, das bei Standzeit der Maschinen durchgeführt wird und für zusätzliche Hygiene und damit zur gesundheitlichen Sicherheit beiträgt.

In manchen Ländern ist derzeit eine formelle Einreise-Sondergenehmigung erforderlich. Michael Pfundner erklärte, dass das Euro Flight Aviation Services-Team bei Angebotslegung im Detail darüber informiert welche Dokumente und Nachweise hierfür benötigt werden. Diese müssen vom Fluggast für die Erlangung der Permission beigesellt werden, wobei sich Euro Flight Aviation Services dann um sämtliche Formalitäten kümmert. Auch ist man dabei behilflich, wenn zum Beispiel eine aktuelle PCR-Testung erforderlich ist. Man baute sich mittlerweile ein kleines Netzwerk zu Laboren auf und kann kurzfristig Termine vermitteln. Zur Testung hingehen muss der Passagier selbst, jedoch kann ein negativer Befund insbesondere bei der Wiedereinreise in Österreich äußerst hilfreich sein, denn so muss man nicht in eine 14-tägige Quarantäne.

Nebst Firmen verzeichnet Euro Flight Aviation Services derzeit ein reges Interesse von Privatpersonen, die auf der Suche nach einem sicheren Reisemittel für ihre Urlaube sind. Preislich liegt eine Familienreise (zwei Erwachsene, zwei Kinder) mit einem Privatjet ungefähr auf dem Niveau, das Business-Class-Tickets auf der Linie kosten würden. Je nach Destination ist es mal ein bisschen teurer oder sogar günstiger. Auch können in vielen Ländern kleinere Flugplätze angeflogen werden, so dass die Passagiere möglichst nahe zu ihrem eigentlichen Zielort gebracht werden können.

Sichere Alternative auch für Privatkunden

Zielgruppe für „Urlaube mit dem Privatjet“ sind allerdings nicht Lowcost-Passagiere, die gezielt auf der Suche nach einstelligen Ticketpreisen sind und ab 10 Euro nicht mehr buchen würden, sondern Fluggäste, die sich potentiell ein Business-Class-Ticket leisten würden. Diesen will man mit privaten Sonderflügen eine sichere und höherqualitative Alternative zum Linienverkehr bieten. Die Kosten variieren je nach Flugstrecke und Airport, liegen jedoch im überschaubaren Ausmaß und sind insbesondere für Familien eine attraktive Alternative zur Linie.

Euro Flight Aviation Services launcht in Kürze eine eigene Online-Buchungsplattform, auf der die Bestellung eines Privatjets fast so einfach wie der Kauf eines Linienflugtickets sein wird. Allerdings wird auch hier der persönliche Service großgeschrieben, denn eine sofortige Buchungsbestätigung gibt es nicht. Dem Passagier wird ein Angebot, in dem auch über die aktuellen Einreisebestimmungen informiert wird, per E-Mail geschickt. Der Fluggast kann dann ohne Zeitdruck über dieses in Ruhe nachdenken und telefonisch und per Mail Rückfragen stellen, Sonderwünsche abklären oder aber Unterstützung, beispielsweise für einen Termin für eine PCR-Testung, erhalten.

Entscheidet sich der Reisende zur Annahme des Flugangebots, so kann der Reisepreis wahlweise per Kreditkarte oder Überweisung bezahlt werden. Euro Flight Aviation Services betonte im Gespräch mit AviationNetOnline, dass das Zahlungskreditkarte nur eine Option ist und sehr gerne auch über ein Onlineüberweisungssystem oder klassisch mit einem Papier-Erlagschein überwiesen werden kann. Hintergrund der Frage war auch der Umstand, dass viele Österreicher zwar Kreditkarten haben, aber diese oftmals nur sehr selten verwenden oder die Höhe ihres Verfügungsrahmens nicht kennen. Die Alltagszahlungsmittel in Österreich sind weiterhin das Bargeld und die Bankomatkarte. Cash-Zahlungen direkt im Flugzeug nimmt man seitens Euro Flight Aviation Services übrigens nur in absoluten Ausnahmefällen nach vorheriger Vereinbarung mit dem Kunden an.

Michael Pfundner und sein Team wollen aus der Corona-Krise übrigens kein Kapital schlagen: „Unsere Preise sind derzeit aufgrund des günstigeren Treibstoffs sogar gesunken und diesen Vorteil geben wir eins zu eins an unsere Kunden weiter. Wir wollen eine leistbare, aber insbesondere sichere Alternative zum Linienverkehr bieten. Mit Streichungen oder gar Streckeneinstellungen muss man sich bei Euro Flight Aviation Services nicht herumschlagen, denn wir könnten auch im Falle eines zweiten Lockdowns unsere Passagiere zuverlässig und sicher nach Hause bringen“.


Euro Flight-Geschäftsführer Michael Pfundner.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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