EuGH: Airlines haften nicht für Randale an Bord

Entstehen Verspätungen aufgrund einer Zwischenlandung, die auf das Fehlverhalten von Passagieren zurückzuführen ist, gebührt keine Ausgleichsleistung.

Airbus A330-900 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Der Europäische Gerichtshof entschied, dass Verspätungen, die aufgrund randalierender Passagiere entstehen, nicht entschädigungspflichtig sind. Die Höchstrichter stuften dies als „außergewöhnliche Umstände“ im Sinne der Fluggastrechteverordnung ein.

Konkret ging es um einen Rechtsstreit zwischen einem Fluggast und TAP Air Portugal. An Bord randalierte ein Passagier und biss gar andere Reisende. Die Crew schritt ein, jedoch entschied sich der Kapitän zu einer außerplanmäßigen Zwischenlandung, um den Störenfried ausladen zu können. Die Folge daraus war, dass alle anderen Passagiere verspätet an ihrem Ziel angekommen sind. Der EuGH bestätigte die Rechtsansicht der Vorinstanzen.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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