EU: Kein Zwangs-Umzug nach Lelystad

Airlines in Schiphol müssen 10 Prozent Umsteiger haben.

Flughafen Amsterdam Schiphol (Foto: www.airteamimages.com).

Am Flughafen Amsterdam müssen Carrier nach der Eröffnung von Lelystad künftig einen Transferanteil von mindestens 10 Prozent aufweisen können. Dies soll zumindest alle zwei Jahre überprüft werden. Allerdings soll es der Schiphol Group nicht möglich sein, dass Airlines zwangsweise nach Lelystad „abgeschoben“ werden. Dies geht aus einer Erklärung der EU-Kommission hervor.

Schiphol soll sich künftig auf Umsteiger konzentrieren, wovon insbesondere KLM profitieren dürfte. Der Point-to-Point-Verkehr, insbesondere von Billigfluggesellschaften, soll in Zukunft überwiegend ab Lelystad durchgeführt werden. Der Betreiber will diesen Anbietern gewisse Anreize bieten, um sie zum freiwilligen Umzug motivieren zu können.

Der Flughafen Lelystad soll den chronisch überlasteten Schiphol Airport signifikant entlasten. Das Projekt ist in den Niederlanden umstritten. Die EU-Kommission wird voraussichtlich noch im September 2019 grünes Licht für den Betrieb erteilen. Die Eröffnung ist im ersten Halbjahr 2020 geplant, jedoch könnte sich diese aufgrund diverser Klagen weiter verzögern.

Autor: René Steuer
Redakteur
René ist seit Oktober 2018 für Aviation Net tätig und bringt frischen Elan in die Redaktion.

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