EU-Kartellchefin will der Verstaatlichung von Alitalia nicht im Weg stehen

Die geplante Transaktion sollte die grundlegenden Bedingungen erfüllen.

Airbus A320 (Foto: Thomas Ramgraber).

Margrethe Vestager, die Kartellchefin der Europäischen Union, meint, dass man seitens der EU-Kommission der geplanten Verstaatlichung der Alitalia keine Steine in den Weg legen werde, sollte diese unter normalen Umständen über die Bühne gehen. Die Genehmigung hängt vor allem vom Marktpreis ab. Und dieser kann – aufgrund der aktuellen Geschehnisse – auch deutlich unter dem marktüblichen Verständnis liegen.

Die italienische Regierung hat im vergangenen Monat einen Fonds im Wert von 500 Millionen Euro genehmigt, um eine neue staatliche Gesellschaft zur Übernahme des insolventen Carriers zu gründen, wie bloomberg.com berichtet. Vestager warnt jedoch davor, die Art der Hilfeleistung abzuwägen, denn nicht immer stellt eine Verstaatlichung die beste Alternative dar. 

„Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Fluggesellschaften zu unterstützen. Es ist nicht selbstverständlich, dass für die jeweilige Fluggesellschaft die Verstaatlichung die bessere Hilfe ist “, so Vestager und verwies auf ein französisches Programm, mit dem Fluggesellschaften von einigen Steuern befreit werden sollen. Staatliche Subventionen sollten nicht überkompensiert werden, sondern "auf die billigste Art und Weise" helfen.

Autor: Granit Pireci
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Granit verstärkt seit März 2020 die AviationNetOnline-Redaktion und ist insbesondere auf die Luftfahrt in Südost-Europa spezialisiert.

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