Erstflug der 777X am Donnerstag

Boeings Sorgenkind soll ab 2021 ausgeliefert werden

Modell einer 777X: Boeings Sorgenkind hebt endlich ab. (Foto: www.AirTeamImages.com)

Boeing scheint beim Sorgenkind 777X voranzukommen. Nachdem bei einem Drucktest im Herbst ein Teil des Rumpfes einer Maschine herausgerissen wurde, gibt es nun gute Neuigkeiten: Die Probleme sind offenbar gelöst, denn der fünfstündige Erstflug ist für Donnerstag (23. Januar) geplant.

Der Prototyp habe kürzlich den sogenannten "Gauntlet Test" bestanden, berichten Medien im Umfeld des US-Flugzeugbauers in Seattle. Bei dem Test werden über mehrere Tage hinweg nahezu alle Systeme des Jets überprüft.

Probleme mit den Motoren
Ursprünglich war der Erstflug für Frühjahr 2019 geplant. Der Grund für die ständigen Verzögerungen liegt in den eigens für die 777X konzipierten Triebwerke GE9X. Da Boeing immer wieder mit schnell einsetzenden Verschleißerscheinungen bei den Motoren von General Electric zu kämpfen hatte, waren in den Tests so häufig wie möglich Ersatztriebwerke eines anderen Typs verwendet worden.

Die Boeing 777X ist die weiterentwickelte Version des Langstreckenjets "Triple Seven". Die Maschine kann mehr als 400 Fluggäste transportieren. Damit der Jet trotz der verlängerten Spannweite von fast 72 Metern auf dem Boden nirgendwo aneckt, lassen sich die Spitzen der Tragflächen hochklappen.

Die Erstauslieferung des modernisierten Großraumjets ist auf Anfang 2021 verschoben. Zu den Erstkunden gehört unter anderem die Lufthansa, die mit der Einflottung der Jets ihre neue Business Class am Markt platzieren will. Für Direktflüge zwischen London und Sydney ist zudem eine Ultralangstreckenversion des Jets in Arbeit.

Autor: Carlo Sporkmann
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Carlo Sporkmann ist seit April 2019 als Autor für AviationNetOnline tätig. Der studierte Journalist berichtet für AviationNetOnline über den deutschen Luftverkehrsmarkt.

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