Ende der Heimflugaktion: AUA holt Reisende aus Neuseeland ab

Tausende Menschen wurden im Rahmen der Corona-Rückholflüge nach Österreich gebracht.

So weit von der Basis Wien ist selten eine AUA-Maschine entfernt: OE-LPD samt Crew in Christchurch in Neuseeland (Foto: Christchurch Airport).

Insgesamt rund 7.500 Reisende wurden in den letzten Wochen vom Außenministerium koordiniert im Zuge der Heimflug-Aktion nach Österreich zurückgebracht. Insgesamt 29 Länder wurden seit 16. März 2020 mit 39 Flügen angesteuert. Der letzte davon war auch der weiteste: Rund 37.000 Kilometer flog eine Boeing 777-200ER von Austrian Airlines von Wien über Kuala Lumpur nach Christchurch in Neuseeland, um dann von 9. auf 10. April via Auckland und abermals Kuala Lumpur in Richtung Wien zurückzusteuern. Kurz nach 9 Uhr Vormittags landete die OE-LPD am Freitag mit 303 Personen an Bord in Schwechat.

Briefing in Wien vor dem Abflug zur ersten Etappe nach Richtung Kuala Lumpur (Foto: Austrian Airlines).

Auch dieser Flug bedurfte einiger Planung - vor allem auch, was die Dienstzeiten betraf. Von Christchurch nach Wien beispielsweise war die "Spirit of Austria" 23 Stunden und 35 Minuten reine Blockzeit unterwegs. Die AUA hat das so organisiert: Eine komplette Crew (drei Piloten, 11 FlugbegleiterInnen) ist von Wien nach Kuala Lumpur geflogen und dort ausgestiegen.

Ungewohnte Kombination: Boeing 777 von Air New Zealand mit einem Schwesterflugzeug von Austrian (Foto: Christchurch Airport).

Eine weitere Besatzung (gesamt 18 Personen - 4 Piloten, ein Lademeister, ein Techniker, ein Ministeriumsmitarbeiter und 11 FlugbegleiterInnen) hat dann die Rotation Kuala Lumpur-Christchurch-Auckland-Kuala Lumpur absolviert. Dort hat dann wieder die erste Crew übernommen und ist nach Wien geflogen.

Auch Lufthansa hat zeitgleich Rückholer-Flüge aus Neuseeland durchgeführt (Foto: Christchurch Airport).

Weniger weit haben die beiden anderen letzten Flüge der Aktion geführt: Austrian Airlines ist dazu nach Moskau geflogen und Level hat noch Reisende aus Istanbul abgeholt. Neben diesen beiden Fluglinien hat sich auch noch Lauda an der Heimflug-Aktion beteiligt.

Die Kabinencrew der Neuseeland-Etappe (Foto: Christchurch Airport).

Vorerst sind nun keine derartigen Flüge mehr geplant. Das österreichische Außenministerium möchte sich aber auch nach Ende der staatlich organisierten Rückholflüge um die Betreuung von im Ausland gestrandeten Österreicherinnen und Österreichern bemühen: "Wir lassen niemanden im Stich! Unsere österreichischen Vertretungsbehörden werden jene, die im Ausland unverschuldet in eine Notlage geraten sind, selbstverständlich auch weiterhin betreuen", erklärte Außenminister Alexander Schallenberg am Freitag.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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