Embraer-Boeing-Deal: Brüssel unterbricht Prüfverfahren

Unternehmen könnten nun Zugeständnisse an die EU-Kommission machen.

Embraer 190 (Foto: Jan Gruber).

In Sachen der geplanten Einbringung des zivilen Flugzeugprogramms von Embraer in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Boeing, an dem die U.S.-Amerikaner die Mehrheit halten werden, äußerte die EU-Kommission schwere Bedenken. Nun wurde die Prüfung vorläufig ausgesetzt, wie die Wettbewerbshüter mitteilten.

Die vertiefte Prüfung ist damit vorerst unterbrochen, jedoch ist der Deal damit noch nicht genehmigt. Embraer und Boeing gewinnen dadurch allerdings Zeit, da diese der EU-Kommission Zugeständnisse anbieten könnten, um grünes Licht für den Deal zu bekommen. Die Wettbewerbshüter haben aufgrund der ohnehin bereits geringen Auswahl an Anbietern Bedenken geäußert und befürchten, dass der Embraer-Boeing-Deal zu höheren Preisen für Fluggesellschaften führen könnte. Die weitere Entwicklung bleibt daher abzuwarten.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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