Easyjet fliegt tief ins Minus

Erster Jahresverlust in der Airline-Geschichte.

(Foto: www.AirTeamImages.com)

Obwohl die Zahl der Fluggäste zum Ende des Geschäftsjahres noch einmal anzog und Easyjet eigenen Angaben zufolge zwischen Juli und September mehr als neun Millionen Passagiere zählte, ist es wohl ein tiefrotes Finanzjahr für den britischen Billigflieger. Für das vor gut einer Woche geendete Geschäftsjahr ergibt sich ein Vorsteuerverlust in einer Spanne zwischen umgerechnet 895 und 930 Millionen Euro. "Dieses Jahr wird das erste Mal in Geschichte sein, das wir mit einem Verlust abschließen", so Airline-Chef Johan Lundgren.

Eine Prognose für das nun gestartete Jahr wagt Easyjet nicht – das Marktumfeld ist infolge der Corona-Pandemie zu unsicher und die Ticketnachfrage aktuell noch zu schwach. Für das erste Quartal plane man mit nur einem Viertel des ursprünglichen Angebots. "Wir behalten jedoch die Flexibilität, die Kapazität schnell zu erhöhen, wenn wir sehen, dass die Nachfrage zurückkehrt und die Frühbucherzahlen für den Sommer 2021 mit den Vorjahren übereinstimmt", so Lundgren weiter. 

Eine Dividende an die Aktionäre werde es für das abgelaufene Geschäftsjahr wohl nicht geben – der Verwaltungsrat rät davon ab. Die Nettoverschuldung stieg im Jahresvergleich von 385 Millionen auf 1,2 Milliarden Euro. Wegen Umstrukturierungsmaßnahmen und einem großangelegten Sale-and-lease-back-Programm vieler Flugzeuge verfügt die Airline aktuell über 2,5 Milliarden Euro an Barreserven. "Wir werden uns auch in der Wintersaison weiterhin auf profitables Fliegen konzentrieren, um Verluste und Verluste zu minimieren."

Autor: Carlo Sporkmann
Redakteur
Carlo Sporkmann ist seit April 2019 als freier Autor für AviationNetOnline tätig. Der studierte Journalist berichtet hauptsächlichh über den deutschen Luftverkehrsmarkt.

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