Donnerstag: Lauda und Level bringen Österreicher nach Hause

Weitere Rückholungsflüge werden derzeit intensiv geplant.

Foto: Thomas Ramgraber.

Am heutigen Donnerstag werden nach aktuellem Informationsstand drei Rückführungsflüge im Auftrag der österreichischen Bundesregierung durchgeführt werden. Das Luftfahrtunternehmen Lauda wird unter der Flugnummer OE 346 Österreicher aus Las Palmas (Gran Canaria) nach Hause bringen und Level Europe wurde beauftragt mit zwei Airbus A321 Urlauber aus Ägypten den Heimflug zu ermöglichen.

Der zuletzt genannte Carrier kommt, wie AviationNetOnline berichtete, erstmals im Rahmen der Aktion des Außenministeriums zum Einsatz. Level Europe wird unter den Flugnummern VK 4041 und VK 4043 Österreicher aus Hurghada nach Hause bringen. Mit Stand 8 Uhr 00 sind derzeit keine Rückholer mit Austrian Airlines geplant. Dies kann sich allerdings noch ändern, denn das Außenministerium vergibt die Flugaufträge enorm kurzfristig mit wenig Vorlaufzeit. Nach Angaben der durchführenden Airlines rechnet man auch damit, dass am Freitag und in den Folgetagen weitere derartiger Flüge im Auftrag des Außenministeriums durchgeführt werden.

Level Europe und Lauda halten dafür ihre komplette Flotte flugbereit, so dass diese mit minimaler Vorlaufzeit abheben können, um für die Republik Österreich Staatsbürger aus 100 Ländern nach Hause holen zu können. Austrian Airlines hält jenes Fluggerät, das für die außerordentlichen Flüge optimal geeignet ist flugbereit und wird die anderen Maschinen temporär stilllegen.

Das Außenministerium plant nach Mitteilung von Minister Alexander Schallenberg mit den drei Carriern eine Art Hub-System zu entwickeln, so dass Österreicher effizient aus fernen Zielen nach Hause geflogen werden können. Zur bildlichen Darstellung wie dies funktionieren könnte: Austrian Airlines, Level oder Lauda überführen einen oder mehrere A320 in eine Region, „sammeln“ dort an verschiedenen Airports in verschiedenen Ländern Österreicher ein und bringen diese zum „Hub“, dort wird in ein Langstreckenflugzeug der AUA umgestiegen und es geht nonstop nach Wien. Anschließend fliegen die A320 in die nächste Region weiter und feedern die nächste Long Haul Maschine der AUA. Dies ist allerdings nur eines von verschiedenen Planspielen, die derzeit das Ministerium und die durchführenden Airlines evaluieren.

Doch allein aus diesem Planspiel erkennt man, dass es nun in dieser schwierigen Situation keine Konkurrenz mehr gibt, sondern die österreichischen Airlines stehen partnerschaftlich zusammen, um für die Republik Staatsbürger nach Hause bringen zu können. Reich werden die Fluggesellschaften damit übrigens nicht, denn der Verdienst ist gerade kostendeckend und ein ganz minimaler Verdienst, der komplett für die Löhne draufgeht, bleibt übrig.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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