Deutschland: BDL kritisiert geplante Ticketsteuer-Erhöhung

Wettbewerb würde noch weiter verzerrt werden.

Flughafen Hamburg (Foto: Michael Penner).

Die deutsche Bundesregierung stellte vor einigen Wochen ihr Klimaeckpunktepapier, das unter anderem Mindestpreise für Flugtickets und eine zum Teil drastische ausfallende Erhöhung der umstrittenen Luftverkehrssteuer beinhaltet. Gegen diese Pläne formiert sich nun Widerstand seitens des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, der eine noch stärkere Wettbewerbsverzerrung befürchtet.

"Klimapolitisch sinnvoll wäre stattdessen gewesen, die bisherigen Einnahmen aus der Luftverkehrsteuer gezielt für Innovationen beim nachhaltigen Fliegen zu verwenden - also vor allem für die Entwicklung und die Markteinführung von regenerativen Kraftstoffen“, so der BDL in einer Medienmitteilung. Auch wird kritisiert, dass Lufthansa, Condor und Tuifly rund die Hälfte des Steueraufkommens zu tragen hätten.

Den aktuell öffentlich bekannten Plänen nach soll die Anhebung der deutschen Luftverkehrsabgabe je nach Flugstrecke in einem Ausmaß zwischen drei und 17 Euro pro Oneway-Flug erfolgen. Im Klimaeckpunkte-Papier ist festgehalten, dass angestrebt wird, dass die Erhöhung bereits per 1. Jänner 2020 in Kraft treten soll.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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