Corona: AUA setzt zahlreiche Destinationen aus

Auch Lauda dünnt den Flugplan weiter aus.

Airbus A321 (Foto: Thomas Ramgraber).

Austrian Airlines wird die mit März vorgenommen Ausdünnungen des Flugplans im April 2020 fortführen und somit bis zu 50 Prozent des Angebots streichen. Auch die Destination Boston wird vorläufig nicht aufgenommen, sondern laut Austrian Airlines soll der Erstflug erst am 2. Juni 2020 durchgeführt werden.

Auch der Mitbewerber Lauda teilte mit, dass weitere Ausdünnungen im Flugplan vorgenommen werden müssen. In einer Erklärung beziffert Lauda das Ausmaß mit rund 30 Prozent, wobei darin die Aussetzung der Italien-Flüge nicht enthalten ist. Lauda wird die Reduktionen und temporären Pausierungen bis vorerst 30. April 2020 fortführen. Hintergrund ist die aufgrund der Coronakrise geringe Nachfrage.

Vom Landeverbot für Flüge aus ganz Italien, das die österreichische Bundesregierung erlassen hat, sind nebst Lauda und Austrian Airlines auch Wizzair, Easyjet und Vueling betroffen. Sämtliche Anbieter teilten mit, dass ihre Angebote bis voraussichtlich Ende April 2020 ausgesetzt werden müssen.

Austrian Airlines wird nachstehende Destinationen ab Ende März bis voraussichtlich 24. April 2020 pausieren: Birmingham, Manchester, Lyon, Barcelona, Florenz, Leipzig, Nürnberg, Salzburg, Oslo, Göteborg, Krakau, Sibiu, Vilnius, Minsk und Sankt Petersburg. Florenz wäre als saisonale Sommerdestination ursprünglich ab Ende März wieder im Programm gewesen. Allerdings wird auch diese Strecke jedenfalls bis 24. April eingestellt. Alle genannten Destinationen bleiben über andere Drehkreuze der Lufthansa Group erreichbar, wie zum Beispiel Frankfurt. Betroffene Passagiere werden dementsprechend umgebucht. Tel Aviv wird bis 24. April nicht angeflogen. Austrian Holidays führt ab Beginn des Sommerflugplans im April ebenfalls keine Flüge nach Italien durch. 

„Leider sind wir aufgrund der Entwicklung des Coronavirus dazu gezwungen, noch stärker und schmerzhafter in unser Flugprogramm einzugreifen als bisher. Die Lage bleibt unübersichtlich. Deswegen können wir weitere Maßnahmen nicht ausschließen. Wir entschuldigen uns bei allen betroffenen Kunden für die Unregelmäßigkeiten im Flugplan und bitten um ihr Verständnis“, sagt Austrian Airlines CCO Andreas Otto. Zwischen Wien und Salzburg sollen die Kooperationszüge mit den ÖBB aufgestockt werden.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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