Corona: 70 Airlines meiden China

Schäden in Milliardenhöhe erwartet.

Flughafen Peking-PKX (Foto: www.AirTeamImages.com).

Die Corona-Pandemie trifft den globalen Luftverkehr hart. Laut der internationalen Zivilluftfahrtbehörde ICAO haben weltweit rund 70 Airlines ihre Flüge vom und zum chinesischen Festland ausgesetzt. Hinzu kommen noch einmal 50 Fluggesellschaften, die den Betrieb auf den entsprechenden Strecken stark dezimiert haben.

Insgesamt seien die Kapazitäten ausländischer Airlines ins Reich der Mitte um 80 Prozent reduziert worden. Ursprünglich sollte das China-Angebot laut der UN-Behörde in diesem Jahr um neun Prozent zunehmen. Das hat deutliche finanzielle Folgen: Die Pandemie wird die Fluggesellschaften schätzungsweise vier bis fünf Milliarden Dollar kosten.

Einschränkungen des Flugverkehrs nach Taiwan und die Sonderverwaltungszone Hongkong sind dort noch nicht eingerechnet. Lufthansa hatte vergangene Woche mitgeteilt, die Flüge nach Hongkong zu reduzieren - Swiss will vorübergehend kleineres Fluggerät einsetzen. 

Auch chinesische Carrier streichen

Betroffen von dem Einbruch sind natürlich nicht nur Fluggesellschaften im Ausland; auch chinesische Airlines haben ihre Kapazitäten deutlich reduziert - nämlich um 40 Prozent. Hierbei geht es vor allem um inländische Flüge. Laut ch-Aviation halten chinesische Carrier fast ein Drittel der dort zugelassenen Flugzeuge am Boden. 

Dass die Lage derzeit noch nicht schlimmer ist, haben die heimischen Fluggesellschaften wohl vor allem der Führung des kommunistischen Landes zu verdanken. Denn die schreibt ihren Airlines vor, trotz des Virus mindestens ein Flugziel je Region beizubehalten. 

Die Auswirkungen des Virus seien damit stärker als die Folgen des Sars-Ausbruches 2003. Denn: Chinas internationaler Flugverkehr hat sich seit daher verdoppelt - der Inlandsverkehr sogar verfünffacht. 

Bis zum Montagvormittag zählten Behörden weltweit über 71.000 Infizierte. Fast 1800 Menschen kamen bislang ums Leben, nicht nur in China: Am Wochenende wurde der erste Todesfall aus Frankreich gemeldet.

Autor: Carlo Sporkmann
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Carlo Sporkmann ist seit April 2019 als Autor für AviationNetOnline tätig. Der studierte Journalist berichtet für AviationNetOnline über den deutschen Luftverkehrsmarkt.

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