Condor holt Neuseeland-Gestrandete und Eurowings Erntehelfer nach Deutschland

Bisher weitester Condor-Flug führte nach Christchurch.

Unter dem Hashtag #homewithcondor bringt der deutsche Ferienflieger tausende Passagiere zurück nach Europa (Foto: Condor).

In der Nacht von Sonntag auf Montag Ortszeit landete zum ersten Mal ein Flugzeug von Condor in Neuseeland: Die Boeing 767-300ER mit der Kennung D-ABUT ist von Frankfurt über Phuket nach Christchurch geflogen, um von dort rund 250 Reisende nachhause zu bringen. Auch die Rückreise wird über den thailändischen Airport erfolgen - dort hat Condor in den letzten Tagen ein Drehkreuz mit über 100 Mitarbeitern (Crews, Techniker und Ground Handling) und mehreren Flugzeugen für Notflüge im Zuge der Coronavirus-Krise eingerichtet.

In der Region war Condor schon in den letzten Tagen aktiv: Mehrere Flüge nach Sydney, Melbourne, Brisbane und Perth brachten und bringen Hunderte Reisende im Auftrag des Auswärtigen Amts nach Deutschland zurück. In den nächsten Tagen folgen noch einige Flüge aus Bangkok und Phuket, von wo aus Condor in enger Zusammenarbeit mit der Botschaft vor Ort weit über 2.000 Gäste nach Hause bringen wird. Die Fluglinie hat in den vergangenen drei Wochen insgesamt über 74.000 Reisende zurück nach Deutschland gebracht. Rückholflüge ins weit entfernte Australien und Neuseeland nach Österreich hat zuletzt auch Austrian Airlines eingerichtet.

40.000 landwirtschaftliche Helferinnen und Helfer
Eine ganz andere Art von Notflügen richtet nun Eurowings ein: Gemeinsam mit deutschen Bauernverbänden will man zehntausende Erntehelfer nach Deutschland holen. Viele Betriebe können derzeit ihr Obst und Gemüse nicht ernten oder säen, weil durch die Einreiseverbote im Zuge der Corona-Krise zehntausende landwirtschaftliche Helferinnen und Helfer im Land fehlen.

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Bundesinnenminister Horst Seehofer haben sich in der Vorwoche darauf verständigt, dass dringend benötigte Erntehelfer unter strengen hygienischen Auflagen per Flugzeug aus dem EU-Ausland einreisen dürfen, da immer mehr Landwirte wegen der anstehenden Ernte in Not geraten. Dafür wurde eine Einreisegenehmigung für 40.000 Saison-Arbeitskräfte erteilt.

Die ersten Eurowings-Sonderflüge, zum Beispiel von Düsseldorf nach Bukarest und zurück, sollen bereits in dieser Woche starten. Unter der Adresse www.eurowings.com/erntehelfer können Landwirte ihren konkreten Bedarf an Sitzplätzen melden sowie den gewünschten Abflugsort ihrer jeweiligen Erntehelfer und den gewünschten Ankunftsort in Deutschland.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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