Chicago, die Dritte

Austrian Airlines fliegt wieder nach Chicago – nachdem die Strecke zweimal eingestellt wurde, soll es diesmal klappen.

Foto: Chicago Department of Aviation

In der Vergangenheit hat Austrian Airlines die US-Metropole bereits zweimal mit einer Nonstop-Verbindung in ihren Flugplan aufgenommen – und ebenso oft wieder eingestellt. Seit 17. Mai 2013 fliegt die AUA wieder fünfmal pro Woche von Wien zum O’Hare-Flughafen.

Im Gegensatz zu den bisherigen Versuchen soll die dritte Auflage erfolgreicher sein. Ein zentraler Faktor ist dabei die Partnerschaft des Lufthansa-Verbundes mit United Airlines. Austrian Airlines ist auch am transatlantischen Joint Venture beteiligt, bei dem neben dem deutschen Konzern und United auch noch Air Canada mitmacht. Rund 420.000 Passagiere trägt die AUA derzeit auf das Jahr hochgerechnet bei, bald sollen es mehr als eine halbe Million sein.

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit verkaufen die Partnerairlines die Flüge gepoolt und teilen sich auch die Umsätze nach einem bestimmten Schlüssel auf. Ein Vorteil dabei ist, dass die einzelnen Airlines die Flüge des Joint Ventures dadurch quasi wie ihre eigenen verkaufen können. Für den Markt USA bringt das von Seiten der AUA enorme Vorteile. So kann die Fluglinie auf mehr als 2.000 Firmenvertragskunden von United zugreifen.

Daneben will man bei Austrian Airlines auch mit dem neuen, aufgewerteten Bord-Produkt sowohl in der Business- als auch in der Economy Class punkten. Insgesamt zeigt Nordamerika für die AUA auch eine deutlich bessere Entwicklung als der Rest der Langstrecke. Seit 2009 ist die Passagierzahl hier um jährlich durchschnittlich 1,8 Prozent gestiegen und die Auslastung um insgesamt 5 Prozentpunkte auf 86 Prozent geklettert. Insgesamt ging die Zahl der Interkont-Fluggäste während dieses Zeitraums um jährlich durchschnittlich 0,7 Prozent hinauf, der Sitzladefaktor lag zuletzt bei 81 Prozent.

Der neue Chicago-Flug soll aber nicht nur den direkten Verkehr, sondern auch Umsteiger ansprechen. In Richtung Amerika sind es vor allem die Destinationen im Westen der USA, die via Chicago sehr gut erreichbar sind. Aber auch in der Gegenrichtung sollen Passagiere durch die starke AUA-Präsenz in Zentral- und Osteuropa sowie im Mittleren Osten angelockt werden, wie Hershel Kamen, der für Kooperationen zuständige Direktor bei United Airlines im Rahmen eines Pressegespräches in Chicago erklärte.

Insgesamt rechnet man mit rund 70 Prozent Umsteigern auf der Strecke, so Karsten Benz, Chief Commercial Officer von Austrian Airlines. Rund ein Drittel soll auf Geschäftsreisende entfallen, der Rest auf Touristen und ethnischen Verkehr. Der AUA-Vorstand erwartet pro Jahr etwa 100.000 Passagiere auf der Wien-Chicago-Strecke.

Der Absatz der Chicago-Verbindung entwickelt sich laut Benz sehr gut, im Sommer liege man bereits über weite Strecken bei mehr als 90 Prozent verkauften Plätzen. Dafür, dass die Entwicklung weiter so laufen wird, kümmert sich ein eigener AUA-Mitarbeiter, der als "Mr. Chicago" in Wien rein für die Vermarktung dieser Destination zuständig ist.

Information im Sinne der Transparenz: Austrian Aviation Net wurde von der AUA zu dieser Pressereise eingeladen.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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