Bundesheer soll 18 Leonardo-Hubschrauber erhalten

Die italienischen Helikopter sollen die alten Alouette ersetzen.

Der AW169 ist 2012 zum ersten Mal geflogen und wird seit 2015 produziert (Foto: Leonardo).

Es wird auch wirklich höchste Zeit: Die seit dem Jahr 1967 eingesetzten Alouette-Hubschrauber des österreichischen Bundesheers dürften sich demnächst endlich in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden. Wie die "Krone" am Sonntag als erstes Medium berichtet hat, soll sich das Team von Verteidigungsministerin Claudia Tanner für die Beschaffung von insgesamt 18 Leonardo AW169M entschieden haben.

Das Gesamtvolumen dafür soll laut der Zeitung 300 Millionen Euro betragen - rund zwei Drittel entfallen auf den Kaufpreis, ein Drittel auf Technik, Logistik, Ausbildung und Infrastruktur. Die Konkurrenzmodelle von Airbus und Bell dürften damit leer ausgegangen sein.

Die Leonardo-Hubschrauber sollen die rund 20 Alouette-Helikopter des Bundesheers ersetzen (Foto: Bundesheer / Christian Putz).

Der AW169 (AW steht für AgustaWestland - das Unternehmen ist 2016 in Finmeccanica aufgegangen, die 2017 zu Leonardo umfirmiert wurde) ist ein mittelschwerer Hubschrauber, der bis zu 11 Passagiere aufnehmen kann. Er wird von zwei Pratt & Whitney Canada PW210A Turbinen angetrieben und ist mehr als 260 Stundenkilometer schnell. Das Modell wird bislang im militärischen Bereich nur von der italienischen Armee genutzt. Es ist allerdings schon bei diversen Flugambulanzen, Polizeikräften und auch bei privaten Betreibern im Einsatz.

Leonardo ist ein multinationaler Luftfahrt-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern mit Sitz in Rom, der mit mehr als 49.000 Angestellten im Jahr 2019 rund 13,8 Milliarden Euro umgesetzt und einen Gewinn von 822 Millionen Euro erwirtschaftet hat. 

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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