Brussels: Staatshilfe steht

Mutterkonzern Lufthansa muss 170 Millionen Euro hinblättern.  

Airbus A320 (Foto: www.airteamimages.com).

Bislang konnte sich Lufthansa auf staatliche Unterstützung für sich und seine Tochterunternehmen einigen – einzig Brussels Airlines blieb außen vor. Bis jetzt: Wie der öffentlich-rechtliche Sender VRT berichtet, konnte eine Einigung mit der belgischen Regierung erzielt werden.

Demnach erhalte Brussels vom Staat ein Darlehen in der Höhe von 290 Millionen Euro, das bis 2026 getilgt werden müsse. Die Bedingung: Die Finanzspritze muss dem belgischen Flag-Carrier zugutekommen und darf nicht an die Lufthansa oder anderen Unternehmen der Airline weitergeleitet werden. Zudem erhalte die Regierung ein Pfandrecht auf Anteile des Kranich-Konzerns. Sollte die Fluggesellschaft also nicht mehr in der Lage sein, das Darlehen zurückzuzahlen, wandern diese an den belgischen Staat. 

Darüber hinaus habe sich auch die Lufthansa dazu verpflichtet, der angeschlagenen Fluggesellschaft unter die Flüge zu greifen. So werde man zusätzlich 170 Millionen Euro in das Unternehmen pumpen. Davon sollen 70 Millionen Euro in die Umstrukturierung fließen, der Rest des Geldes soll der finanziellen Konsolidierung dienen.

Die Einigung schreibe auch das Fortbestehen der Marke Brussels Airlines und des Hauptsitzes in Brüssel fest und liege sowohl dem Lufthansa-Vorstand als auch der belgischen Regierung zur endgültigen Billigung vor. Auch die Europäische Kommission könnte dem Vorhaben noch einen Riegel vorschieben. 

Autor: Granit Pireci
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Granit verstärkt seit März 2020 die AviationNetOnline-Redaktion und ist insbesondere auf die Luftfahrt in Südost-Europa spezialisiert.

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